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Thema: trockener Gomeriker- aber die Entzugserscheinungen hören nicht auf

  1. #1
    Avatar von Helle
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    trockener Gomeriker- aber die Entzugserscheinungen hören nicht auf

    Holaaa !

    Ist endlich an der Zeit, daß ich mich auch mal vorstelle:
    Ende der 70-er/ Anfang der 80-er Jahre habe ich 2 Jahre meines Lebens im VGR verbracht.
    (Aus dieser Zeit stammt mein Avatar) Dann noch 2 mal 2 Monate Ende der 80-er. Und 2 Nächte
    im Jahre null null, aber die zählen eigentlich nicht.
    Bin also sozusagen trockener Gomeriker.
    Kein anderer Ort hat in meinem Herzen dieses intensive Gefühl von "Heimat" entfacht-
    ein Phänomen, das offensichtlich viele der Leser hier kennen.
    Mich interessiert, wie sich Gomera und das Leben dort entwickelt (hat).
    Vor etwa 10 Jahren entdeckte ich eGomera und immer, wenn ich an einem freien Bildschirm
    vorbeikam, guckte ich dort "neueste Fotos".
    Es sind gar nicht so sehr die Postkartenmotive, die die Informationen transportieren, es sind
    vielmehr die Alltagsfotos aus den hinteren Seitengassen, welche die wesentlichen Veränderungen
    und die Geschichten, die das Leben schreibt, zeigen.
    Anfang 2017 fiel bei eGomera die Rubrik "neueste Fotos" dem Fortschritt zum Opfer, und als
    mein Sohn mir Anfang 2018 einen eigenen Bildschirm hinstellte, entdeckte ich, daß man
    eGomera auch lesen kann.
    Jedes Forum lebt vom Input, nach 30-jähriger La Gomera-Abstinenz kann ich leider nur
    ganz manchmalst wirklich Erhellendes beitragen. Immerhin konnte ich bei eGomera- dort noch
    als helle55-einmal eine offene Frage beantworten, und ganz sprachlos möchte ich auch hier
    nicht bleiben.
    In den 70-ern hatte Wandern zwingend mit roten Kniestrümpfen und Knickerbockern zu tun-,
    das war nicht meins,-aber Spazierengehen immer gern. Auf La Gomera biegt man um die Ecke-
    und befindet sich schlagartig in einer völlig anderen Landschaft. Und gar nicht weit weg erreicht
    man die nächste Ecke... Da wurde ich zum Wanderer.
    Bei meinem ersten 9-monatigem Aufenthalt als einziger Ausländer in Retamal/Guada/VGR gab
    es weder fließend Strom noch überhaupt Fernsehempfang, und also war ich für die Gomeros
    eine gern gefragte Quelle für Infos über die Welt da draußen. Und vor allem erfuhr ich selbst
    viel mehr über La Gomera und die Gomeros als bei späteren Aufenthalten.
    5 Jahre 3-mal wöchentlicher Haß auf Lateinunterricht haben sich da leicht relativiert.
    Meine für diesen Winter vor Ort geplante Recherche auf dem Fortaleza-Südgrat fiel leider
    erst einer Borreliose und dann einem Wirbelbruch zum Opfer-,also nächsten Winter.
    Bis dahin also hier-
    mit freundlichen Grüssen...
    Helmut

  2. Nach oben   #2
    Avatar von kunibert
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    Willkommen im Forum!

  3. Nach oben   #3
    Avatar von Fritzlore
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    Hallo Helle,
    schön, dass Du da bist.
    Ja. Natürlich hat sich sehr viel verändert in dieses vielen Jahren.
    Viele von uns kennen Gomera schon lange, aber so lange wie Du sicher nur die wenigsten.
    Ich fände es toll, wenn Ihr wirklich alten Gomera-Hasen uns Eure ersten Erinnerungen erzählen würdet. Dann könnte man sich nach und nach ein Bild machen, was sich tatsächlich verändert hat. Nicht nur baulich, ich meine eher im Alltag der Menschen. Der Gomeros und der Touristen.

  4. Nach oben   #4

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    iHola! Helle!
    Willkommen, schön das Du da bist.
    Du kennst diese zauberhafte Insel noch aus einer Zeit, da ich nicht einmal was von deren Existenz wusste.
    Da bin ich ganz besonders gespannt, auf das, was Du erzählen kannst!

  5. Nach oben   #5
    Avatar von Helle
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    Danke für die freundlichen Worte!

    Die Einführung des Fernsehens veränderte nicht nur die Qualität des Interesses an den Touristen, die Art
    und Weise, sich zu kleiden, passte sich sehr schnell der Fernsehwerbung an. Die jeansblauen
    Arbeitsespadrillos mit der gelben, rutschfesten Würmchenmustersohle,-von den Frauen auch gern in
    schwarz getragen-,galten plötzlich als Armeleuteschuhe und wurden nur noch auf Nachfrage aus einer
    hinteren Ecke der Tienda geholt.
    Auch die Angewohnheit der Frauen, beim Gang von A nach B sebstverständlich verschiedenartigstes
    -auch schwerstes oder flüssiges- Transportgut vermittels eines kleinen Stoffringes auf dem Kopf zu
    tragen,- gerne freihändig -,verschwand sehr schnell. Womöglich fürchteten die Frauen, vom Rest der Welt
    als rückständig angesehen zu werden. Ich habe immer sehr bewundert, mit welcher Eleganz- ja Anmut-
    sie mit ihren Lasten über die für die Schrittlänge von Eseln konzipierten grobsteinigen Wege schwebten.
    Wohingegen der gemeine Mitteleuropäer jeden seiner Schritte ganz bewusst geplant in die Topographie
    setzen muß, will er sich nicht auf die Fresse legen.

    Angedacht habe ich schon noch ein paar Themen,- auch bzgl. Veränderungen-,zu denen ich mich
    äußern könnte /möchte,- vamos a ver. Bis dann,
    H.

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  7. Nach oben   #6
    Avatar von Fritzlore
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    Das hätte ich so gerne mal gesehen, das Tragen der Gegenstände auf dem Kopf meine ich. Dass hat bestimmt sehr schön ausgesehen.

  8. Fritzlore´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  9. Nach oben   #7

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    Oh ja! Das waren sicher interessante Zeiten!
    Da war ich auf den Kapverden auch extrem fasziniert. Wir sind mit den dicken Wanderschuhen rumgestapft und die Frauen dort haben barfuß oder mit Flip Flops unglaubliche Dinge auf dem Kopf transportiert. Von riesigen Steinen für die Baustellen über frische Fische. Wahnsinn!
    Und die Kinder haben unser Schuhwerk immer sehr erstaunt bis belustigt beäugt

  10. Horst´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


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