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Thema: Gomeras Gesundheitssystem und seine Grenzen

  1. #100

    63 Jahre alt
    aus dem Vogelsberg
    1.019 Beiträge seit 12/2019
    Danke
    160
    Zitat Zitat von kunibert Beitrag anzeigen
    Meinen Hinweis als „grob gesellschaftsschädlich" zu bezeichnen finde ich stark. Ein Blick ins Internet hätte gezeigt, dass meine Aussage nicht nur richtig, sondern auch wichtig ist!

    Hier eine der vielen Zitate:


    Ich habe das ja nicht aus Jux und Tollerei geschrieben, sondern ich kenne die Sorge vieler Ärzte, dass sich manche scheuen, die Rettung zu rufen.

    Bei Schlaganfall beispielsweise gilt das Prinzip, schon bei leichtem Verdacht sofort die Rettung anzurufen. Der Diensthabende klärt am Telefon Notwendigkeit und Dringlichkeit und schickt nur dann einen Wagen, wenn es sinnvoll ist. In diesem können aber auf der Fahrt ins Krankenhaus schon die ersten Maßnahmen eingeleitet, der Papierkram vorbereitet und das Spital gezielt informiert werden.

    Die Rettung nicht zu rufen kann unterlassene Hilfeleistung sein!

    @hartmut
    Sei bitte wählerischer und vorsichtiger bei deiner Wortwahl.


    Gesendet von meinem SM-G950F mit Tapatalk
    Du solltesst nochmals meine Worte genau lesen, sie sind nicht im Widerspruch zu Deiner Aussage.

    Schlaganfall und dergleichen Übel stand hier nicht zur Diskusion.
    Ich habe meine Worte nicht ohne Grund scharf gewählt!

  2. Nach oben    #101
    Avatar von kunibert
    80 Jahre alt
    aus Wien
    2.185 Beiträge seit 10/2018
    Danke
    1.396
    Zitat Zitat von hartmut Beitrag anzeigen
    Den Gedanken, sich bei nicht lebensbedrohenden, nicht innerhalb Minuten behandlungsbedürftigen Erkrankungen mit der Rettung ins Krankenhaus zu bemühen, halte ich für grob gesellschaftsschädlich.
    Ich habe deine Worte genau gelesen. Deiner Meinung nach darf man die Rettung nur bei lebensbedrohenden Erkrankungen rufen, die innerhalb von Minuten behandelt werden müssen. Das ist absolut falsch, denn du hast nicht die nötigen Fachkenntnisse, um diese Entscheidung zu treffen.

    Die Rettung ist immer zu rufen, wenn jemand möglicherweise dringend ins Krankenhaus muss. Die Entscheidung darüber, ob die Rettung auch tatsächlich kommt, hat die Leitstelle der Rettung zu treffen. Die hat die Kompetenz dafür.

    Mir deshalb eine "grob gesellschaftsschädliche" Haltung zu unterstellen ist daher absolut unakzeptabel. Für mich ist die Diskussion darüber aber beendet.

    Gesendet von meinem SM-G950F mit Tapatalk

  3. kunibert´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  4. Nach oben    #102
    Avatar von Dragon
    60 Jahre alt
    aus Lüneburg
    30 Beiträge seit 08/2021
    Danke
    16
    miki58 hat es doch gut beschrieben:
    "Solange ich atmen, gehen kann und keine Zeichen von Schlaganfall habe und mich nicht vor Schmerzen krümme Taxi ins Krankenhaus. Sonst Notruf - das gilt doch Weltweit!"
    Wozu hier also der Zickenkrieg???

  5. Nach oben    #103
    Avatar von kunibert
    80 Jahre alt
    aus Wien
    2.185 Beiträge seit 10/2018
    Danke
    1.396
    Zitat Zitat von Dragon Beitrag anzeigen
    Wozu hier also der Zickenkrieg???
    Du hast recht. Ich hätte auf die laut Hartmut "nicht ohne Grund scharf gewählten Worte" gar nicht eingehen sollen.

    Aber gerade das von ihm zitierte Beispiel mit Günter zeigt, wie lebensgefährlich falsch seine These ist. Hätten wir damals Günter ins Krankenhaus gebracht, hätte er es nicht überlebt!

    So sind wir zur Rettung und die konnten ihn retten. Vermutlich hätten wir die Rettung schon vorher rufen sollen, obwohl da der Zustand von Günter noch nicht bedrohlich ausgesehen hat.

    Also glaubt bitte den Rettungsärzten:
    Ruft die Rettung lieber zu oft als zu wenig. Überlasst die Entscheidung, ob ein Wagen geschickt wird oder ob ihr fahren sollt, den Fachleuten in den Einsatzzentralen!

    Ausgerechnet mir und ausgerechnet in diesem Zusammenhang "grob gesellschaftsschädigendes" Verhalten vorzuwerfen hat halt weh getan.

    Gesendet von meinem SM-G950F mit Tapatalk

  6. kunibert´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  7. Nach oben    #104

    63 Jahre alt
    aus dem Vogelsberg
    1.019 Beiträge seit 12/2019
    Danke
    160
    Zitat Zitat von kunibert Beitrag anzeigen
    Meine Frau ist offiziell wieder genesen.

    Allerdings hat das Coronavirus offenbar ihr Herz- Kreislauf System in Unordnung gebracht. Deshalb waren wir heute wieder im Krankenhaus in San Sebastian.

    Sehr rasch gleich wieder die „Erstbegutachtung" durch eine junge, sehr gut englisch sprechende Ärztin.

    Diesmal war ich gut vorbereitet und habe in einem Word-Dokument die Probleme, die Anamnese und die Medikamente zusammengeschrieben und auf Spanisch übersetzt. Das hat das Gespräch wesentlich erleichtert.

    Auf das Zweitgespräch mussten wir etwas warten, da ein paar Patienten mit der Rettung kamen. Die wurden vorrangig drangenommen.

    Ein Tipp auch für zuhause:
    in dringenden Fällen besser mit der Rettung ins Spital. Da kann schon während der Fahrt vieles abgeklärt und vorbereitet werden.

    Der zweite Arzt sprach nur wenig Englisch, es hat aber für eine kompetente Abklärung gut ausgereicht und er hat EKG und Blut- und Harnabnahme veranlasst. Einen Covid Test hat er nicht für nötig erachtet: meine Frau gilt als genesen. Wobei ich weiß, dass ein Test zu diesem Zeitpunkt wirklich nicht aussagekräftig ist.

    Die Laborwerte haben dann gedauert. Die Befundbesprechung mit einem älteren Arzt war dann auch sehr kompetent.

    Insgesamt waren wir vier Stunden im Krankenhaus. In der Zeit war die Notaufnahme zeitweise stark frequentiert, es wurde aber alles sehr zügig abgewickelt.

    Insgesamt eine sehr positive Einrichtung. Sehr beruhigend.


    PS: Sorry, wieder etwas ausführlicher geworden.

    Gesendet von meinem SM-G950F mit Tapatalk
    Mit der Aussage dies der Rettungsleitstelle zu überlassen, kann ich gut leben. Du hattest aber in Deinem Ausgangspost Symptome geschildert, die eher nicht einer dringlichen Abklärung einschließlich Notarzttransportes bedürfen, und hier allgemein diesen prinzipiellen Transportweg empfohlen.
    Genau an dieser Stelle setzte meine Kritik ein, weil begrenzte Recourcen dann nicht mehr dem wirklich Bedürftigen zur Verfügung stehen.

    Falls Du in Deinem großen Bekanntenkreis einen Notfallsanitäter findest, so lästt Du Dir mal beschreiben, was er so für Fälle ins Auto aufnehmen muste.
    Die Rettungsleitstelle muß sich ja auf Aussagen des Kranken /Angehörigen verlassen, und will aus Eigeninteresse ein Risiko vermeiden.

    Ich halte hier die Verantwortung des Einzelnen vor der Gesellschaft für eminent wichtig.


  8. Nach oben    #105
    Avatar von kunibert
    80 Jahre alt
    aus Wien
    2.185 Beiträge seit 10/2018
    Danke
    1.396
    Bitte lesen statt schießen.

    Zitat Zitat von kunibert Beitrag anzeigen
    .

    Auf das Zweitgespräch mussten wir etwas warten, da ein paar Patienten mit der Rettung kamen. Die wurden vorrangig drangenommen.

    Ein Tipp auch für zuhause:
    in dringenden Fällen besser mit der Rettung ins Spital. Da kann schon während der Fahrt vieles abgeklärt und vorbereitet werden.

    Gesendet von meinem SM-G950F mit Tapatalk
    Meine Frau hatte ich selbstverständlich mit dem Auto hingebracht. Gegen die Weisung des Centro de Salud diesmal ohne Rücksprache mit 112, weil sie ja nicht mehr Corona hatte.

    Gesendet von meinem SM-G950F mit Tapatalk

  9. kunibert´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  10. Nach oben    #106
    Avatar von marie
    aus NW Sandhaufen
    44 Beiträge seit 12/2019
    Danke
    26
    Ich hatte mir an einem Samstag im November 2020 bei einem Sturz in Hermigua den Arm ausgekugelt, sehr schmerzhaft. Sind zu Fuß ins Centro Salud gegangen, ich wurde sofort untersucht und es wurde mir auf englisch gesagt, das ich nach San Seb muß. Dann kam die Bürokratie, unter Schmerzen sind auch 20min lang. Einen Rettungswagen gab es für mich nicht, war ja nicht lebensbedrohlich, ein Taxi auf eigene Rechnung brachte mich zum Krankenhaus in die Notaufnahme. Dort wieder Bürokratie und warten, keiner sprach da englisch ich konnte die Schmerzen kaum ertragen. Endlich es zur Voruntersuchung, Fieber- und Blutdruck Messen Allergien auf englisch abgefragen. Dann wurde ich in einen Rollstuhl verfrachtet zum Röntgen gefahren und in ein Behandlungszimmer gebracht. Da waren mehrere Leute. Eine Ärztin klärte mich auf englisch über die Narkose auf und ich verstand auch das ich vorher keine Schmerzmittel bekommen hatte um den Körper nicht zusehr zu belasten. Ich bekam Sauerstoff und einen Zugang gelegt und war auf einmal schmerzfrei. Dann kam wieder Röntgen, das der Arm da schon wieder eingerenkt war hatte ich gar nicht bemerkt. Slingverband, Schmerzmittelrezept und ein Taxi zurück nach Hermigua. Es gab noch einen Nachuntersuchungs Termin zwei Wochen später und dann sollte ich noch Physiotherapie bekommen. Ich habe nur meine ID und KV Karte vorlegen müssen.

  11. marie´s Beitrag erhielt 2 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  12. Nach oben    #107

    aus Selva Negra
    268 Beiträge seit 01/2020
    Danke
    161
    Mit ner Stichverletzung ans Centro de Salut gelaufen. Chefarzt hat sichs angeschaut und zum Assitent gesagt er solls nähen. Mich angekuckt und gemeint ein zwei Stiche nur. Da brauche ich wohl keine Betäubung. Gesagt getan. Nach dem zweiten Stick meinte der Assitent ..Oh kommen wohl doch noch zwei Stiche dazu. Bleich und schweissgebadet wars dann erledigt. zwei Tage später nochmal hin zur Kontrolle und Verbandswechsel und nach 7 Tagen zum Fäden ziehen... Da hab ich dann mal endlich meinen Ausweis hingelegt und gesagt sie sollen dies auch berechnen. zuvor wollte niemand Daten von mir... vier Monate später kamen dann 3 Rechnungen nach Deutschland.... Jeweils 16,30,- Euro ........

  13. Zugvogel´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  14. Nach oben    #108
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    65 Jahre alt
    aus Agulo
    5.530 Beiträge seit 12/2019
    Danke
    8.485
    Marie und Zugvogel: danke, dass Ihr Eure Erfahrungen mit uns geteilt habt.

    An Deinen Unfall mit dem Arm erinnere ich mich noch sehr gut, Marie. Sowas tut richtig weh!
    Und Zugvogel: nähen ohne Betäubung klingt auch gar nicht gut.


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