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Thema: immer mehr Boote mit Flüchtlingen

  1. #1
    Avatar von Fritzlore
    64 Jahre alt
    aus Agulo
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    immer mehr Boote mit Flüchtlingen

    Zur Zeit kommen jeden Tag mehr Flüchtlingsboote aus Afrika auf den Kanaren an. Die Presse spricht schon von einer Krise.
    Und: in jedem Boot sind viele mit Covid 19 infizierte Personen.
    Mit Militärfliegern versucht die kanarische Regierung nun, die Boote noch auf dem Meer zu lokalisieren, um sie sofort bei der Landung zu isolieren, zu testen und unter Quarantäne zu stellen.

  2. Nach oben    #2
    Avatar von Fritzlore
    64 Jahre alt
    aus Agulo
    2.207 Beiträge seit 12/2019
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    1.853
    In dem winzigen Dörfchen Tunte auf Gran Canaria ist es gestern zu bösen verbalen Attacken gegenüber dem Fernsehteam von RTV Canarias gekommen.
    Anwohner des Dorfes hatten Barrikaden gegen die Einquartierung von afrikanischen Immigranten im Dorf errichtet. Das Fernsehteam wurde beschimpft und man versuchte, sie am Drehen zu hindern. Nachdem das Fernsehteam den Anwohnern klar gemacht hatte, dass sie stets neutral berichten und das Dorf nicht als "rassistisch" bezeichnen, glätteten sich die Wogen wieder.

    In den letzten Wochen sind mehr als 3000 Flüchtlinge mit Booten angekommen, viele davon mit Covid 19 infiziert.
    Die illegale Immigration wächst sich gerade zum Problem aus, besonders vor dem Hintergrund der enorm hohen Arbeitslosigkeit auf den Inseln. Alle infizierten Flüchtlinge sind unter Quarantäne. Trotzdem ist die Angst groß, dass die Infektionszahlen dadurch zu sehr steigen.

    (Infos GomeraNoticias)
    https://www.gomeranoticias.com/2020/...ntes-de-tunte/


  3. Nach oben    #3
    Avatar von Rodrigo
    64 Jahre alt
    aus Nideggen
    105 Beiträge seit 05/2016
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    106
    2012 Playa de Santiago.
    Am Morgen tauchten an der Küste zwei Flüchtlingsboote auf. Schnell tauchte das Militär auf. Ich dachte zunächst an eine Übung. Sie schleppten die Boote in den Hafen, wo eins der Boote sank und geborgen werden musste. Die Kaimauer wurde abgesperrt, die Leute wurden isoliert, es tauchten Krankenwagen auf. Ich ging in den Hafen und schaute mir die Boote an. Es war unvorstellbar, dass die Flüchtlinge mit solchen Booten auch nur eine verhältnismäßig kurze Reise von der afrikanischen Küste aus zurückgelegt hatten. Ich denke, Schlepper haben sie bis kurz vor die Küste gebracht.
    Die Boote waren in einem desolaten Zustand, die Böden waren morsch,doch die Leute mussten Rettungswesten getragen haben.
    Ich traf auf einen ehemaligen Kapitän, der auch dort mit seiner Frau Urlaub machte. Er meinte auch, die Boote seien sicherlich auf der Reise gesunken, er glaube auch, sie seien erst kurz vor der Küste mit den Flüchtlingen besetzt worden.
    Ich wusste nicht, dass das heute anders ist.
    Man mag über die Flüchtlinge denken was man will, aber der Anblick von Müttern mit kleinen weinenden Kindern haben mich erschüttert, doch die Anzahl der jungen Männer überwog. Auf der anderen Seite gibt es die gewissenlosen Schlepper, die den Menschen das Paradies versprechen und ihnen das letzte Geld aus der Tasche ziehen.
    Gegen diese mafiös organisierten Banden muss etwas unternommen werden.
    Ich habe z.B. erfahren, dass die Schlepper die Leute absichtlich auf diese maroden Boote setzen, damit noch erbarmungswürdiger erscheinen, um sicher "gerettet" zu werden. Diesen Verbrechern muss das Handwerk gelegt werden und zwar mit aller Härte.
    Ich mag nicht unbedingt über die Flüchtlingsproblematik diskutieren, schließlich haben wir es mit Menschen zu tun.
    Ich habe nachgefragt, was mit den Menschen nun geschehe und mir wurde gesagt, dass alle aufs Festland gebracht werden, keiner bliebe auf der Insel

  4. Nach oben    #4
    Avatar von Fritzlore
    64 Jahre alt
    aus Agulo
    2.207 Beiträge seit 12/2019
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    Dass sie alle aufs Festland gebracht werden, das wird zur Zeit auf den Inseln heftig diskutiert. Es wird gefordert, sie wieder zurück nach Afrika zu bringen, um den kriminellen Schleppern keinerlei Anreiz mehr zu bieten, dieses "Geschäft" zu betreiben. Zumindest die jungen Männer. Schwangere Frauen, Kinder und Minderjährige sollen wohl auf jeden Fall auf spanischem Boden bleiben können. Ob hier oder auf dem Festland weiß ich nicht.

  5. Nach oben    #5

    878 Beiträge seit 12/2019
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    Zitat Zitat von Fritzlore Beitrag anzeigen
    ... Es wird gefordert, sie wieder zurück nach Afrika zu bringen, um den kriminellen Schleppern keinerlei Anreiz mehr zu bieten, dieses "Geschäft" zu betreiben. iß ich nicht ...
    Spanien hat sich m.M. bisher immer sehr human verhalten, die Flüchtlinge immer rasch aufgenommen und innerstaatlich weitergeleitet. Da gab es m.M. vor Corona auch keine Probleme mit?!

    Jetzt sieht es aber insgesamt anders aus: Die Fluchtgründe haben sich verschärft - auch Westafrika hat die erste Coronawelle und gesellt sich zu der Armut- und Perspektivlosigkeitswelle!

    Bin zwar kein Kirchen-Steuer-zahlendes Mitglied, aber Christ genug, um zu sagen, dass denen geholfen werden muss!

  6. Crazy Horse´s Beitrag erhielt 2 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  7. Nach oben    #6
    Avatar von Fritzlore
    64 Jahre alt
    aus Agulo
    2.207 Beiträge seit 12/2019
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    Natürlich muss den Leuten geholfen werden, aber das bietet immer mehr Zündstoff und wird sich noch weiter verschärfen.
    Ich mag gar nicht drüber nachdenken......
    Aber lasst uns das nicht hier diskutieren. Ich wollte Euch nur ein wenig von der Stimmung auf den Inseln vermitteln.

  8. Fritzlore´s Beitrag erhielt 3 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  9. Nach oben    #7

    878 Beiträge seit 12/2019
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    239
    Nee, Fritzlore!

    Nicht Einknicken und ins Meinungslose verfallen!
    Zündstoff gibt es überall - Menschen mit erhobenen Kopf aber leider immer weniger.

    Du machst das prima hier!

  10. Crazy Horse´s Beitrag erhielt 2 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  11. Nach oben    #8
    Avatar von Fritzlore
    64 Jahre alt
    aus Agulo
    2.207 Beiträge seit 12/2019
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    Ein wichtiger Schlag gegen die Mafia, die Menschen illegal nach Europa schleust, ist der Policia Nacional gelungen. Sie nahmen auf Teneriffa elf Personen fest, darunter der mutmaßliche Kopf der Bande, ein ehemaliger Mitarbeiter eines afrikanischen Konsulats. Ihm wird Betrug, Urkundenfälschung, widerrechtliche Aneignung öffentlicher Funktionen, Begünstigung der Immigration, geheimer Transit und unerlaubter Waffenbesitz zur Last gelegt. Die Mittäter werden der Urkundenfälschung und Begünstigung der Immigration beschuldigt. Die Verdächtigen hatten Landsleuten gefälschte Papiere ausgestellt, mit denen sie von den Kanaren auf das Festland reisen konnten.
    (Infos Radio Europa)

  12. Nach oben    #9
    Avatar von Fritzlore
    64 Jahre alt
    aus Agulo
    2.207 Beiträge seit 12/2019
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    Nach wie vor landen tagtäglich Flüchtlingsboote aus Afrika auf den Kanaren. Oft mit etlichen Infizierten an Bord. Wenn man sich mal die vielen Kommentare zu den Zeitungsmeldungen dazu anschaut, dann wird einem ganz mulmig. Die überwiegende Meinung scheint die zu sein, dass die Regierung versagt habe.
    Kurz zusammengefasst: "Steckt sie doch gleich in die 5 Sterne Hotels, es kommen ja eh keine Touristen mehr und holt sie mit den leeren Kreuzfahrtschiffen doch sofort in Marokko im Hafen ab. Dann braucht Ihr sie nicht aus dem Wasser zu ziehen."

    Ich persönlich halte beides für ein schier unlösbares Problem, die vielen Flüchtlinge genau so wie das Ausbleiben der Touristen in Coronazeiten. Das würde aber auch keine andere Regierung lösen können. Jedenfalls spitzt sich die Stimmung immer mehr zu. Man darf gespannt sein, wie die Spanier in Zukunft wählen werden. Ich fürchte, sehr weit rechts. Aber auch die werden diese Probleme sicher nicht lösen können.

    Achtung:
    Ich möchte Euch mit diesem Beitrag nur die Stimmung hier aufzeigen und an dieser Stelle keine Diskussion darüber anzetteln, was die "richtige" Flüchtlingspolitik ist.

  13. Fritzlore´s Beitrag erhielt 2 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  14. Nach oben    #10

    878 Beiträge seit 12/2019
    Danke
    239
    Zitat Zitat von Fritzlore Beitrag anzeigen
    Achtung:
    Ich möchte Euch mit diesem Beitrag nur die Stimmung hier aufzeigen und an dieser Stelle keine Diskussion darüber anzetteln, was die "richtige" Flüchtlingspolitik ist.
    Liebe Fritzlore, Du hast doch alles richtig gemacht - die Situation beleuchtet, die Stimmungslage wiedergegeben.

    Eine Diskussion über Flüchtlingspolitik kann nur nach hinten losgehen!
    Zündstoff für weitere Off-Topics.

  15. Crazy Horse´s Beitrag erhielt 2 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  16. Nach oben    #11
    Avatar von Fritzlore
    64 Jahre alt
    aus Agulo
    2.207 Beiträge seit 12/2019
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    1.853
    Nach wie vor kommen täglich Boote mit Flüchtlingen an.
    In diesem Jahr waren es jetzt schon mehr als 400 Boote mit weit über
    10 000 Afrikanern.
    Madrid nimmt sich von diesem Problem nichts an. Die Kanaren müssen das alleine stemmen. Und das jetzt, wo so viele Kanarios arbeitslos sind.
    Die Kanarische Regierung hat versucht, in Marokko was zu erreichen, von wo aus die Boote starten. Aber auch Marokko stellt sich stur. Man könne nichts gegen die Schlepperbanden tun.

  17. Nach oben    #12
    Avatar von Rodrigo
    64 Jahre alt
    aus Nideggen
    105 Beiträge seit 05/2016
    Danke
    106
    Vor einiger Zeit sah ich ein Interview mit einen Minister eines armen afrikanischen Landes. Man hielt ihm vor, dass der größte Teil der Flüchtlinge wohl Wirtschaftsflüchtlinge seien. Er antwortete sinngemäß: Ihr habt unsere Länder besetzt, uns versklavt, unser Land geraubt und die Bodenschätze genommen, ohne einen annähernd fairen Preis zu zahlen und jetzt werden wir uns das zurückholen. Was erwartet ihr?
    Man kann den Standpunkt einnehmen, dass er dies nur sagte, um eine Rechtfertigung zu haben, doch mich hat es sehr nachdenklich gemacht.
    Mir gefällt es auch nicht, dass Europa von Flüchtlingen überrollt wird. Doch ich frage mich, wer das zu verantworten hat.

  18. Rodrigo´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  19. Nach oben    #13

    aus Valle Gran Rey
    213 Beiträge seit 12/2019
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    Zitat Zitat von Rodrigo Beitrag anzeigen
    Vor einiger Zeit sah ich ein Interview mit einen Minister eines armen afrikanischen Landes. Man hielt ihm vor, dass der größte Teil der Flüchtlinge wohl Wirtschaftsflüchtlinge seien. Er antwortete sinngemäß: Ihr habt unsere Länder besetzt, uns versklavt, unser Land geraubt und die Bodenschätze genommen, ohne einen annähernd fairen Preis zu zahlen und jetzt werden wir uns das zurückholen. Was erwartet ihr?
    Man kann den Standpunkt einnehmen, dass er dies nur sagte, um eine Rechtfertigung zu haben, doch mich hat es sehr nachdenklich gemacht.
    Mir gefällt es auch nicht, dass Europa von Flüchtlingen überrollt wird. Doch ich frage mich, wer das zu verantworten hat.
    O je, Rodrigo...
    OK, bald kommen viele Holländische Flüchtlingen nach Deutschland.
    "Ihr habt in 1940-1945 unsere Länder besetzt, uns versklavt, unser Land geraubt und die Schätze genommen, ohne einen annähernd fairen Preis zu zahlen und jetzt werden wir uns das zurückholen. Was erwartet ihr?"
    Und Millionen von Juden werden vielleicht auch kommen.

    Wir sollten dieser Art von Diskussionen beenden, denke ich.

  20. Talleyrand´s Beitrag erhielt 2 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  21. Nach oben    #14
    Avatar von Rodrigo
    64 Jahre alt
    aus Nideggen
    105 Beiträge seit 05/2016
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    106
    Vor diesem Hintergrund hast du absolut recht.

  22. Rodrigo´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  23. Nach oben    #15

    aus Valle Gran Rey
    213 Beiträge seit 12/2019
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    42
    Danke schön Rodrigo. Man braucht Mut so etwas zu sagen. Respekt!

  24. Nach oben    #16
    Avatar von Fritzlore
    64 Jahre alt
    aus Agulo
    2.207 Beiträge seit 12/2019
    Danke
    1.853
    Ich möchte die Diskussion hier nicht anfeuern, ich gebe Euch nur ein Stimmungsbild wieder, dass ich auf den Kanaren täglich in den Medien und den sozialen Netzwerken finde. Und diese Stimmung ist hier nicht anders als z. B. in Deutschland. Es ist ein Thema, das die Gesellschaft spaltet. Und das natürlich seine Ursachen in der Geschichte hat.

    Ich persönlich denke, dass nieman in den reichen Ländern wirklich glücklich über die massenhafte Einwanderung aus den armen Ländern ist.
    Aber seien wir mal ehrlich: stellt Euch vor, Ihr selber lebt in einer Wellblechhütte, evtl. sogar in einem Krisengebiet und seht dann jeden Tag in den Medien, wie gut es den Leuten woanders geht, würdet Ihr dann nicht auch versuchen, dahin zu kommen? Zumal Euch diese Schlepper das Blaue vom Himmel versprechen, wenn Du ihnen Dein letztes Geld gibst, damit sie Dich dahin bringen?
    Ich glaube, ich würde auch versuchen, dem Elend zu entfliehen.Man lebt nur einmal. Und da wünscht man sich doch ein menschenwürdiges Leben und nicht nur ein Dahinvegetieren.

    Lasst uns bitte nicht streiten über dieses Thema. Es ist schier unlösbar.

  25. Fritzlore´s Beitrag erhielt 4 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  26. Nach oben    #17
    Avatar von Ringo
    74 Jahre alt
    aus Flensburg
    27 Beiträge seit 12/2019
    Danke
    8
    Zum Thema Flüchtlinge fällt mir ein Musiktitel von 1970 ein:"Refugees" von Van der Graaf Generator,nun wieder aktuell.
    https://www.youtube.com/watch?v=aevvtpRej5M

  27. Nach oben    #18
    Avatar von kunibert
    79 Jahre alt
    aus Wien
    1.009 Beiträge seit 10/2018
    Danke
    344
    Zum Vergleich:

    Zitat Zitat von tiroler Tageszeitung
    Tiroler „Wirtschaftsflüchtlinge“ gründeten Austro-Kolonie Pozuzo

    „Heute würden wir sie wohl ‚Wirtschaftsflüchtlinge‘ nennen“, beschreibt Wilfried Schabus jene rund 300 Tiroler und Rheinländer, die 1857 nach Peru auswanderten. Nur etwa die Hälfte davon erreichte nach zweijähriger Irrfahrt ihr Ziel Pozuzo am Rande Amazoniens. Ihre Nachfahren leben noch heute dort und sprechen „Tirolisch“.

    Mitte des 19. Jahrhunderts ließ die Armut auch viele Tiroler ans Auswandern denken.

    Das in Zeitungen verbreitete Angebot eines von Peru beauftragten Agenten, in Peru gebe es „1,5 Mio. Morgen fruchtbarstes Acker- und Weideland“ zu verteilen, musste „den verarmten Tiroler Bauernfamilien wie ein Geschenk des Himmels erschienen sein“, schreibt Schabus. Für viele war es ein Danaergeschenk: Von den etwas mehr als 300 Auswanderern - rund 180 Tiroler und 120 Rheinländer, die ihre abenteuerliche Reise angetreten haben, sind nur knapp 170 in der Kolonie angekommen. Alle anderen haben die Gruppe während der ausweglos scheinenden Odyssee quer über die Anden verlassen oder starben auf der beschwerlichen Reise.
    Tatsächlich haben diese Tiroler Wirtschaftsflüchtlinge der indigenen Bevölkerung das Land weggenommen und ein „Tiroler Dorf“ gegründet. Sie sind stolz darauf – und darüber gibt es einige lobende Fernsehberichte – dass sie sich nicht integriert haben, sondern Sprache, Kultur, Tracht etc. bis heute erhalten haben.

    Auch zwischen den beiden Weltkriegen sind einige Tiroler Wirtschaftsflüchlinge nach Südamerika ausgewandert und haben in Brasilien und Argentinien "Tiroler Dörfer" gegründet. Auch die haben Land okkupiert und sind stolz darauf, dass sie sich nicht integriert haben. Auch darüber hat das österreichische Fernsehen schon mehrfach stolz berichtet.

  28. Nach oben    #19
    Avatar von Fritzlore
    64 Jahre alt
    aus Agulo
    2.207 Beiträge seit 12/2019
    Danke
    1.853
    Wenn 2 das gleiche tun ist das noch lange nicht dasselbe, heisst es.
    Oder doch !?!

  29. Nach oben    #20
    Avatar von Pagurus
    245 Beiträge seit 01/2020
    Danke
    73
    Zitat Zitat von kunibert Beitrag anzeigen
    Zum Vergleich:

    Tatsächlich haben diese Tiroler Wirtschaftsflüchtlinge der indigenen Bevölkerung das Land weggenommen und ein „Tiroler Dorf“ gegründet. Sie sind stolz darauf – und darüber gibt es einige lobende Fernsehberichte – dass sie sich nicht integriert haben, sondern Sprache, Kultur, Tracht etc. bis heute erhalten haben.

    Auch zwischen den beiden Weltkriegen sind einige Tiroler Wirtschaftsflüchlinge nach Südamerika ausgewandert und haben in Brasilien und Argentinien "Tiroler Dörfer" gegründet. Auch die haben Land okkupiert und sind stolz darauf, dass sie sich nicht integriert haben. Auch darüber hat das österreichische Fernsehen schon mehrfach stolz berichtet.
    Würde dein Text auch dann noch funktionieren, wenn man das Wort „Tiroler“ durch „Spanier“ ersetzen würde und „Peru“ durch z.B. „La Gomera“ ?
    Bekanntlich wurde das heutige Peru durch Spanier heimgesucht, lange bevor die Tiroler Wirtschaftsflüchtlinge kamen.

    Die ganze Menschheitsgeschichte ist eine lange Folge von Unmenschlichkeiten ...

  30. Pagurus´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  31. Nach oben    #21
    Avatar von kunibert
    79 Jahre alt
    aus Wien
    1.009 Beiträge seit 10/2018
    Danke
    344
    Mir geht es darum, dass wir stolz darauf sind, dass sich die Tiroler in Südamerika nicht integriert haben, sondern ihre Kultur bewahren.

    Von den Kriegsflüchtlingen hingegen erwarten wir, dass sie sich schnellstens integrieren.

    Wenn zwei das Gleiche...

    Gesendet von meinem SM-G950F mit Tapatalk

  32. Nach oben    #22
    Avatar von Rodrigo
    64 Jahre alt
    aus Nideggen
    105 Beiträge seit 05/2016
    Danke
    106
    Pozuzo wurde von 180 Tirolern, 120 Rheinländern (vertrugen die sich?) und wenigen Bayern gegründet und wie Wikpedia meint 1859.
    1975 bekamen sie ihre erste unbefestigte Straßenanbindung. Sie wollten unter sich bleiben und betrieben überwiegend Landwirtschaft.
    Der Spiegel bezeichnete in einem Artikel Pozuzo als Österreichs größtes Dschungelcamp.
    Wir können unseren Flüchtlingen leider nicht diese Möglichkeiten bieten. Das waren andere Zeiten damals, ist meiner Meinung nach nicht vergleichbar. Heute wird von jedem Einwanderer erwartet, dass er sich integriert und viele wollen das ja auch.
    Ich will das Thema nicht unbedingt vertiefen.


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