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Thema: Trockenheit und Wasserwirtschaft auf La Gomera

  1. #166
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
    aus Agulo
    7.994 Beiträge seit 12/2019
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    16.977
    Die Iniciativa por La Gomera hat gestern Abend zu einem offenen Dialog zum Thema Wasser, Entsalzungsanlagen, Kläranlagen usw eingeladen.

    Das Wichtigste in Kürze:

    Die drei geplanten Meerwasserentsalzungsanlagen kosten um die 18 Millionen und sind ökologisch eine Katastrophe für die Insel. (musste ich auch erst lernen). Sie verbrauchen Unmengen Strom und wenn die hochkonzentrierte Sole zurück ins Meer geleitet wird zerstört das das Leben in den küstennahen Meeresregionen.

    Moderne Kläranlagen könnten zumindest den Bedarf der Landwirtschaft gut decken, mal ganz abgesehen von dem Problem der jährlich zu zahlenden Strafen in Millionenhöhe für die jetzige Einleitung der Fäkalien ins Meer.

    Was kaum bekannt ist: unter der Insel gibt es ein riesiges Grundwasserreservoir und ein seit 2013 fertig gestelltes Verteilungssystem (also Leitungen und Pumpen) könnte alle Teile der Insel komplett mit Trinkwasser versorgen. Dieses System zu überarbeiten und ans Laufen zu bringen inklusive der Fertigstellung der letzten noch fehlenden 1,5 km Leitung würde nur zwischen 1 und 1,5 Millionen Euro kosten.

    https://x.com/iniciativaporlg/status...11085516472574

    Warum wird das nicht gemacht?

  2. Fritzlore´s Beitrag erhielt 4 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  3. Nach oben    #167
     Unterstützer/in Avatar von kunibert
    82 Jahre alt
    aus Wien
    3.185 Beiträge seit 10/2018
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    2.897
    Ein wichtiger Punkt für den sorgsamen Umgang mit Wasser wäre die Trennung in Trinkwasser und Nutzwasser.

    Als ich vor Jahrzehnten noch politisch aktiv war habe ich in verschiedenen Gremien vergeblich vorgebracht, dass man in Neubauten zwei getrennte Leitungssysteme vorschreiben soll. Es wurde immer argumentiert, dass man ja Hausbesitzer nicht zwingen kann, die Mehrkosten in Kauf zu nehmen, solange keine getrennten Zuleitungen existieren und sie daher ohnehin Trinkwasser durch die Nutzwasserleitungen schicken müssen. Die Gemeinden hingegen haben argumentiert, dass sie keine getrennten Systeme machen, solange es keine Abnehmer dafür gibt. Inzwischen sind viele Jahre vergangen und es wäre eine weitgehende Trennung erfolgt.

    In Zypern hingegen funktioniert das. In den meisten Quartieren, in denen wir gewohnt haben, existierten eigene Trinkwasserhähne. Für Wäschewaschen, Duschen etc. genügt das Wasser aus den Speicherseen, während Trinkwasser aus den Gebirgsquellen stammt.

  4. kunibert´s Beitrag erhielt 5 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  5. Nach oben    #168

    190 Beiträge seit 10/2022
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    297
    Das Wasser, welches in La Gomera aus der Wasserleitung kommt, ist kein Trinkwasser. Es enthält Chlor zur Desinfektion.

    Zum Trinken oder zum Kochen ist es ohne vorherige Filterung nicht verwendbar.

  6. Mirko´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  7. Nach oben    #169
     Unterstützer/in
    65 Jahre alt
    aus dem Vogelsberg
    1.514 Beiträge seit 12/2019
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    668
    Die Sache mit dem Chlor scheint aber keine Spezialität auf Gomera beschränkt zu sein, sondern das habe ich immer in Spanien so vorgefunden, angefangen von Madrid, aber auch die ganze Mittelmmeerküste von der französichen Grenze nach Süden. Ich vermute irgendwelche schwindligen Vorschriften???

  8. hartmut´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  9. Nach oben    #170

    190 Beiträge seit 10/2022
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    297
    Nein, das liegt am Klima.

    In südlicheren Ländern ist es wärmer als in Deutschland und es besteht die Gefahr, dass sich auf dem Weg vom Wasserwerk zu dem Verbraucher Bakterien vermehren. Das zugesetzte Chlor verhindert das.

  10. Mirko´s Beitrag erhielt 2 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  11. Nach oben    #171
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
    aus Agulo
    7.994 Beiträge seit 12/2019
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    Auch die Gemeinde Agulo ruft nun überall mit Aushängen dazu auf, den Wasserverbrauch zu reduzieren. Gleichzeitig arbeiten die städtischen Bautrupps schon seit einiger Zeit daran, im gesamten Stadtgebiet Lecks im Leitungssystem ausfindig zu machen und zu reparieren. Außerdem wurde angekündigt, dass neue Wasseruhren installiert werden. Die kann man aus der Ferne ablesen und auch ggf. den Missbrauch von Wasser feststellen. Also z.B. das verbotene Befüllen von Pools oder das Bewässern von Gärten mit Trinkwasser.

  12. Fritzlore´s Beitrag erhielt 2 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  13. Nach oben    #172

    1.566 Beiträge seit 04/2020
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    848
    Lecks suchen u reparieren finde ich gut.
    Wie oft sieht man offene Stellen an Rohren.


  14. Meerkatze´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  15. Nach oben    #173
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
    aus Agulo
    7.994 Beiträge seit 12/2019
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    Heute haben sie hier 2 Stellen vor der Bar Lila aufgemacht, repariert und wieder zugemacht. Das geht jetzt schon ein paar Wochen so: irgendwo nehmen sie das Pflaster hoch, dann sieht man, dass da alles patschnaß ist. Sie reparieren es und ein paar Stunden später ist das Loch in der Gasse wieder zu.

  16. Nach oben    #174
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
    aus Agulo
    7.994 Beiträge seit 12/2019
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    16.977
    Ab morgen wird wegen der Dürre in einigen Gemeinden wie Agulo zwischen 22 Uhr und 8 Uhr das Trinkwasser abgestellt. Bei Missbrauch z. B. Autowaschen, Poolfüllen oder Gartengießen, drohen Bußgelder zwischen 750 und 1.500 €. Da werden jetzt alle Dörfer nachziehen.

    Und vor Oktober wird es wohl kaum eine hilfreiche Menge Regen geben.

  17. Fritzlore´s Beitrag erhielt 2 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  18. Nach oben    #175
     Unterstützer/in Avatar von Crazy Horse
    63 Jahre alt
    aus Dülmen/ Münsterland/ Westfalen - demnächst noch öfters La Gomera!
    4.831 Beiträge seit 12/2019
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    3.988
    In Chipude sieht es nicht besser aus:

    https://rtvc.es/chipude-cortes-de-agua-nocturnos/

  19. Crazy Horse´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  20. Nach oben    #176
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
    aus Agulo
    7.994 Beiträge seit 12/2019
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    16.977
    Das kanarische Fernsehen berichtet hier über die Wasserrationierungen auf Gomera.

    https://x.com/RTVCCanarias/status/1789017489692569984

    In Agulo gilt eine Begrenzung auf 150 Liter pro Person und verschiedenen Teilen der Gemeinde Vallehermoso verbringen sie bereits ihre vierte Nacht ohne Wasser.

    https://x.com/RTVCes/status/1788938216000664026

  21. Nach oben    #177

    206 Beiträge seit 12/2019
    Danke
    158
    Eine unverschämte Sauerei! Den ehrlichen Bürgern der Insel wird das Wasser abgedreht und in den Hotels im Valle Gran Rey wird geduscht bis die Haut schrumpelig wird.

    Tja, Wahlen sind erst wieder in drei Jahren.

  22. Peko´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  23. Nach oben    #178
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
    aus Agulo
    7.994 Beiträge seit 12/2019
    Danke
    16.977
    Na ja, wenn die das bei Euch abdrehen, dann sind davon natürlich auch die Hotels betroffen. Die hängen ja am selben Leitungssystem.

    Zitat Zitat von Fritzlore Beitrag anzeigen
    Das kanarische Fernsehen berichtet hier über die Wasserrationierungen auf Gomera.

    https://x.com/RTVCCanarias/status/1789017489692569984
    Kann irgendjemand verstehen, was der Curbelo da in der Fernsehsendung sagt? Ich habe mir das jetzt hundert Mal angehört und verstehe immer nur was von Cuba und concepto de alquiler. Er wird ja wohl kaum Wasser in Cuba mieten wollen. Was sagst der da wirklich?

  24. Nach oben    #179
    Avatar von el corredor
    52 Jahre alt
    aus Hessen
    1.351 Beiträge seit 08/2020
    Danke
    957
    Ich habe mir den Beitrag nicht angeschaut, aber cuba ist die Wanne, Regentonne.

  25. Nach oben    #180
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
    aus Agulo
    7.994 Beiträge seit 12/2019
    Danke
    16.977
    Regentonne? Damit könnte er ja die tatsächlich vorhandenen Regenwasser-Reserven, also das Grundwasser meinen. Aber wieso will er das mieten?

    Es gibt private Zugänge zum Grundwasser. Zu den Galerien, sagt man hier. Als wir damals noch unten im Haus gewohnt haben gab es so einen Anschluss. Der gehörte seit Generationen der Familie unserer Vermieterin und einigen anderen Familien im Dorf. Deren Urgroßväter hatten das einst verlegt. Wir hatten dort also jahrelang ganz sauberes, ungechlortes Trinkwasser und brauchten das nicht filtern. Dann gäbe das Sinn, Curbelo könnte gemeint haben, er will diese privaten Galeriezugänge für die Allgemeinheit zugänglich machen gegen Geld, also einen Mietpreis. Sie also in die städtischen Wasserbecken leiten. Könnte ja sein.

  26. Nach oben    #181
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
    aus Agulo
    7.994 Beiträge seit 12/2019
    Danke
    16.977
    Heute Nacht haben sie das Wasser in Agulo wirklich abgestellt. Für uns ist es ziemlich spät, wenn sie es erst um 8 Uhr wieder anstellen, aber damit müssen wir jetzt klar kommen. Was wir jetzt tagsüber bekommen ist das Galeriewasser. Also das, was wir früher unten im Haus hatten, bevor die Gemeinde Agulo den Eigentümern die Quelle abgekauft hat. Die Wassertankwagen füllen sie jetzt hier unten im Dorf damit auf und bringen es rauf in die Tanks in die Bergdörfer. Los Acevinos, La Palmita, Meriga usw. Denn die höher gelegenen Quellen sind alle versiegt. Die haben da oben also gar kein Wasser mehr.

  27. Fritzlore´s Beitrag erhielt 6 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  28. Nach oben    #182
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
    aus Agulo
    7.994 Beiträge seit 12/2019
    Danke
    16.977
    I'm "Bankenviertel" von Hermigua hat ein neues, winziges Museum eröffnet. Hier dreht sich alles um Wasser und Wasserrechte. Grade im Moment das alles beherrschen Thema hier. Die Texte sind auf Spanisch und Englisch.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  29. Fritzlore´s Beitrag erhielt 3 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  30. Nach oben    #183
    Avatar von Johanna68
    56 Jahre alt
    709 Beiträge seit 11/2020
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    823
    Einer der 75 Vorschläge der Regierung von Teneriffa im aktuellen Amtsblatt sieht vor, dass die lokalen Räte die Wassertarife für die touristische Nutzung anheben sollen. Siehe Punkt 13...

    https://www.gobiernodecanarias.org/b...4/090/026.html

    Touristische Einrichtungen, einschließlich Ferienhäuser, sollen mehr zahlen. "Es kann nicht sein, dass in dieser Situation die Golfplätze den gleichen Preis für Wasser zahlen wie die Bauern und Viehzüchter."

    https://cadenaser.com/canarias/2024/...club-tenerife/

  31. Johanna68´s Beitrag erhielt 2 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  32. Nach oben    #184
     Unterstützer/in Avatar von Crazy Horse
    63 Jahre alt
    aus Dülmen/ Münsterland/ Westfalen - demnächst noch öfters La Gomera!
    4.831 Beiträge seit 12/2019
    Danke
    3.988
    Bei Pauschalreisen oder individual gebuchten Unterkünften kann ich mir nicht vorstellen, wie das jetzt kurzfristig umgesetzt werden soll. Aber in Zukunft wird das wohl kommen. Das betrifft dann wohl neben den ehrlichen Bürger der Insel auch ehrliche Bürger, die als Touristen die Insel besuchen!?

    In 26 Jahren habe und konnte ich mich jedenfalls noch nicht "schrumpelig" duchen können. Das warme Wasser hat noch nie gereicht.

  33. Nach oben    #185
    Avatar von Galileo
    69 Jahre alt
    aus Cisleithanien
    709 Beiträge seit 11/2006
    Danke
    544
    Zitat Zitat von Crazy Horse Beitrag anzeigen
    In 26 Jahren habe und konnte ich mich jedenfalls noch nicht "schrumpelig" duchen können. Das warme Wasser hat noch nie gereicht.
    im 3 Palmeras hat jedes Appartement einen 5l Speicher. Das reicht aus, um 3 Minuten zu duschen - für eine Person. Wenn mehrere Personen das Appartement bewohnen, muss die nächste Person 1/2 Std. warten bis das Wasser wieder heiß ist.

  34. Galileo´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  35. Nach oben    #186

    190 Beiträge seit 10/2022
    Danke
    297
    Zitat Zitat von Johanna68 Beitrag anzeigen
    Touristische Einrichtungen, einschließlich Ferienhäuser, sollen mehr zahlen. "Es kann nicht sein, dass in dieser Situation die Golfplätze den gleichen Preis für Wasser zahlen wie die Bauern und Viehzüchter."
    Bauern nutzen in der Regel nicht das Wasser aus der öffentlichen Wasserleitung, sondern sie beziehen ihr Wasser über die Wassergenossenschaften. Und ich vermute stark, dass dieses Wasser deutlich preiswerter ist als das Leitungswasser. Sonderlich sparsam gehen sie nämlich nicht mit diesem Wasser um.

  36. Mirko´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  37. Nach oben    #187
    Avatar von Johanna68
    56 Jahre alt
    709 Beiträge seit 11/2020
    Danke
    823
    Zitat Zitat von Galileo Beitrag anzeigen
    im 3 Palmeras hat jedes Appartement einen 5l Speicher. Das reicht aus, um 3 Minuten zu duschen - für eine Person. Wenn mehrere Personen das Appartement bewohnen, muss die nächste Person 1/2 Std. warten bis das Wasser wieder heiß ist.
    Das habe ich bei meinen Aufenthalten dort noch nicht festgestellt, aber ich bin auch keine Dauerduscherin.

  38. Johanna68´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  39. Nach oben    #188
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
    aus Agulo
    7.994 Beiträge seit 12/2019
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    Mirko hat Recht: die Bauern beziehen ihr Wasser über die Genossenschaften. Das ist das Wasser aus den Stauseen und es ist billiger und nicht gefiltert und gechlort. Jeder bekommt ein gewisses Kontingent zugeteilt für einen bestimmten Zeitraum. Jetzt, wo auch die Seen fast leer sind, ist das eben nicht mehr jede Woche, sondern nur alle 6 Wochen, wie mir hier in Agulo ein Landwirt gesagt hat. Dann schwemmen sie das Land, nehmen also die gesamte Zuteilung auf einmal ab, sonst wird es ihnen ja wieder abgedreht.
    Klar, im Garten könnte man Tröpfchenbewässerung machen, das würde Wasser sparen, aber das würde lange dauern und dann wäre die Zeit rum und sie hätten viel zu wenig bekommen.

  40. Nach oben    #189
     Unterstützer/in
    65 Jahre alt
    aus dem Vogelsberg
    1.514 Beiträge seit 12/2019
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    668
    Das wichtigste ist Wasser selbst zwischen zu speichern, das erfordert natürlich Engagement, Platz und Geld. Dann kann man aber Regenwasser und evtl. Genossenschaftswasser sinnvoll und dosiert einsetzten.

    Ich speichere inzwischen für den Hausgarten 46 m3, am weiter weg liegenden Acker habe ich einen kleinen Speicherteich angelegt, mit etwa 120 m3

    Die einstmals auf Gomera vorhandenen kleinen und mittleren Speicher werden leider inzwischen kaum noch gepflegt, verfallen bereits und sind leer. Unheimlich schade, sie wurden mit enormen Einsatz mit Muskelkraft gebaut, Bagger gab es damals ja noch nicht.

  41. Nach oben    #190
    Avatar von Zugvogel
    aus Selva Negra
    488 Beiträge seit 01/2020
    Danke
    511
    im Valle mussten vergangenes Jahr viele Extra Wasser für ihre Gärten zukaufen damit die Pflanzen nicht kaputt gehen.. Da hat das Kontingent der letzten Jahre nicht gelangt

  42. Nach oben    #191
    Avatar von el corredor
    52 Jahre alt
    aus Hessen
    1.351 Beiträge seit 08/2020
    Danke
    957
    Wasser von der Nachtfeuchtigkeit aus der Luft auffangen wäre eine gute Möglichkeit, wenn es nicht regnet.
    Auf Teneriffa in dem Gebirge bei Santiago del Teide habe ich das gesehen...und unglaublich es funktioniert.
    Was natürlich auch hilft: Zur Buddha-Statue bei Aguamul zu pilgern und dort ein paar Münzen zu hinterlegen: Dann regnets. (Ist das nicht wissenschaftlich bewießen ? )

  43. Nach oben    #192
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
    aus Agulo
    7.994 Beiträge seit 12/2019
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    16.977
    Man könnte so manches machen, passiert aber nicht. Wie immer und überall hier.

  44. Nach oben    #193
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
    aus Agulo
    7.994 Beiträge seit 12/2019
    Danke
    16.977
    Mal ein kurzes Update zum Thema Wassernotstand: Wir hatten ein langes Gespräch mit einem städtischen Mitarbeiter dazu. Er berichtete, dass viele Nachbarn sehr sauer sind wegen der nächtlichen Wasserabstellerei. Es hat eine Menge Beschwerden gegeben. Natürlich wissen die Einheimischen, dass es ja eigentlich genug Wasser im Inneren der Insel gibt.

    Nochmal zur Erinnerung: 2013 hatte Team der Uni Laguna ein riesiges Wasserreservoir entdeckt, das den Bedarf Gomeras für Jahrzehnte decken könnte. Danach wurde ein Verteilungssystem dafür gebaut, das mit den bereits vorhandenen Pumpen die ganze Insel versorgen kann. Was fehlt sind 1,5 km Leitung und circa 1 Million Euro, um alles auf den neuesten Stand zu bringen. Ein Klacks zu den 18 Millionen für die 3 geplanten, aber umstrittenen Meerwasserentsalzungsanlagen.

    Nun stellen sie in Agulo mal nachts ab, mal nicht. Sehr undurchsichtig. Aber wir wissen nun genau, wo unser Trinkwasser herkommt. Es gibt drei Quellen. Eine rechts und eine links von der roten Wand, Galerien tief im Berg. Also das besagte Grundwasser. Ein Teil des Wassers kommt auch aus einer Quelle bei Encherada, also vom Stadtgebiet von San Sebastian.

  45. Fritzlore´s Beitrag erhielt 6 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  46. Nach oben    #194
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
    aus Agulo
    7.994 Beiträge seit 12/2019
    Danke
    16.977
    Heute waren wir in Gerian und Umgebung. Das erste Mal seit cirka 6 Jahren. Es ist alles furchtbar trocken da. Schlimm.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  47. Fritzlore´s Beitrag erhielt 3 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  48. Nach oben    #195
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
    aus Agulo
    7.994 Beiträge seit 12/2019
    Danke
    16.977
    Der Staudamm Las Cabecitas in Vallehermoso ist aufgrund der ausbleibenden Niederschläge in diesem Jahr sehr niedrig. Trotzdem sorgt das gute Wassermanagement der Bewässerungsgemeinschaft El Cercado dafür, dass sie immer noch ein optimales Niveau für den Sommer beibehält.

    https://x.com/CIAguasGomera/status/1797982379002479044

    Derweil widmen sich andere dem Vandalismus und hinterlassen diese Graffiti im Eingangskanal des Staudamms.

    https://x.com/CIAguasGomera/status/1797982388280275108

    Heute erfolgte die Ausschreibung für die Kläranlagen im VGR und Alajero.

    https://x.com/CabildoLaGomera/status...99841572016182

    Der Präsident des Cabildo, Casimiro Curbelo betonte, dass diese Art von Infrastruktur es ermöglicht, die Ziele der Gomera-Strategie36 in Bezug auf den Wasserkreislauf zu vertiefen und ihre Wiederverwendung für andere Zwecke wie die Bewässerung in Gebieten mit Schwierigkeiten wie dem südlichen Becken zu ermöglichen. Es behebt auch Mängel bei der Wasseraufbereitung und -einleitung und erhöht im Fall von Valle Gran Rey das Bewirtschaftungsvolumen.

    Er hob den Fall von Alajeró hervor, das sich an einem Zwischenpunkt zwischen dem Gemeindegebiet, Targa und Antoncojo befinden wird, um die landwirtschaftliche Nutzung zu erleichtern und die Energieauswirkungen des Pumpens von der Station in Playa de Santiago zu reduzieren. "Es ist eine Alternative zur Wasseraufbereitung, aber zweifellos auch für die landwirtschaftlichen Bedürfnisse eines Gebiets mit ernsthaften Schwierigkeiten bei der Bewässerung."

    Die Investition aus dem Next Generation Funds beläuft sich auf 6,8 Millionen Euro, davon 5,1 Millionen Euro für die Kläranlage Valle Gran Rey, deren Ausführungszeit 18 Monate beträgt. Inzwischen sind 1,2 Millionen Euro für die Kläranlage Alajeró vorgesehen, die eine Ausführungszeit von 6 Monaten hat.

  49. Fritzlore´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  50. Nach oben    #196
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
    aus Agulo
    7.994 Beiträge seit 12/2019
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    Zitat Zitat von Fritzlore Beitrag anzeigen
    Heute haben wir mal wieder einen Spaziergang rund um den Stausee Encantadora in Vallehermoso gemacht. Leider war der Himmel heute bewölkt, aber der See hat so viel Wasser, wie seit Jahren nicht mehr. Wenigstens da hat der Regen vom Winter was gebracht.

    https://www.gomeraforum.de/showthrea...ll=1#post43328
    Heute waren wir mal wieder am Encantadora-Stausee. Verglichen mit den Fotos von vor einem Jahr ist definitiv weniger drin, aber soooo schlimm sieht es gar nicht aus da. OK, richtig voll werden wir den wohl nie wieder sehen. Auffällig war, dass sie in den letzten Wochen die Caña im Zulauf-Barranco und an den Ufern weggeschnitten haben. Sieht ziemlich nackt aus. Aber die wächst ja eh wieder.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken


  51. Fritzlore´s Beitrag erhielt 3 mal Dank und/oder Zustimmung von:


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