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Thema: Trockenheit und Wasserwirtschaft auf La Gomera

  1. #1
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
    aus Agulo
    7.994 Beiträge seit 12/2019
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    Trockenheit und Wasserwirtschaft auf La Gomera

    Ich habe dieses Thema erstellt, weil die Wasserknappheit auf der Insel immer mehr zum Thema wird. Da wird es in den nächsten Jahren wohl noch einiges zu berichten geben.

    Schaut mal, wie leer die Stauseen sind. Hier seht Ihr den Embalse de Agulo. Jetzt im Mai müsste auch alles grün drum rum sein. Regen gibt es jetzt mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr vor dem Herbst. Das wird böse enden.
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  2. Nach oben    #2

    67 Jahre alt
    aus Stadt der Otto's
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    Oh man, das sieht schlimm aus!
    Ich hoffe, nicht in ein Fettnäpfchen zu treten, wenn ich sage: "es ist vieleicht von Vorteil, dass in diesem Jahr nicht so viele
    Touristen auf die Insel kommen..." duschen, waschen usw zusätzlich...


  3. Nach oben    #3
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
    aus Agulo
    7.994 Beiträge seit 12/2019
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    16.977
    So ganz falsch liegst Du damit sicher nicht, bine.
    Aber der wasserintensive Bananenanbau und die Achtlosigkeit macher Leute hier ist glaube ich ein grösserer Faktor.

  4. Nach oben    #4
    Avatar von Enriquez
    aus dem Niederrhein
    172 Beiträge seit 12/2019
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    75
    Hola
    Liebe Bine und Fritzlore
    ich denke die Staubecken werden für die Landwirtschaft oder nach Aufbereitung
    als Trinkwasser benutzt.
    Klar haben die Einwohner wassermässig ein Plus, wenn keine Touristen kommen,
    aber die Insel hat dann auch sehr wenig Steueraufkommen, mehr Arbeitslose
    kein Geld für Arbeitsbeschaffungsmassnahmen und ob sie von der EU noch Gelder erhalten
    in Coronazeiten? , da halten sehr viele Staaten die Hand auf.
    Und der Natur hilft das gar nicht.
    Bei zunehmenden Calimas wird,
    ohne Regen oder gemelkten Passatwolken, es immer wüstenhafter werden.

  5. Nach oben    #5
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
    aus Agulo
    7.994 Beiträge seit 12/2019
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    16.977
    Das ist zu befürchten, Enriquez, klar.

    Man macht sich ja hier auch Gedanken um das Wasser. Zuerst führen sie jetzt erst mal jede Menge kleinere Reparaturen an den Rückhaltebecken durch, um wenigstens die vielen Undichtigkeiten zu beseitigen. Schon mal ein wichtigwer Schritt.

    Es gibt auch eine Gruppe Leute, die der Inselregierung vorgeschlagen hat, große Taufänger in den Bergen aufzubauen. Aber das sind bisher alles nur Ideen.

  6. Nach oben    #6
     Unterstützer/in Avatar von Crazy Horse
    63 Jahre alt
    aus Dülmen/ Münsterland/ Westfalen - demnächst noch öfters La Gomera!
    4.832 Beiträge seit 12/2019
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    Zitat Zitat von Fritzlore Beitrag anzeigen
    ... Es gibt auch eine Gruppe Leute, die der Inselregierung vorgeschlagen hat, große Taufänger in den Bergen aufzubauen. Aber das sind bisher alles nur Ideen.
    La Gomera hat bereits den größten Taufänger ever - den Laurisilva. Und den gilt es auf Teufel komm raus zu bewahren, denn der macht den gesamten Wasserhaushalt auf der Insel aus.

    Ich habe leider die Seite mit der Hydrobilanz nicht mehr gefunden, daher kann ich nur vage die Zusammenhänge erklären. (Die Niederschlagsmengen kann ich daher nur aus der Erinnerung heraus wiedergeben)

    Während im Süden und Südwesten die Niederschlagssumme kaum über 50 mm/a liegt, liegt sie oben im Garajonay bei etwa 300-400 mm/a allein durch Regen.

    Der Wald verbraucht davon etwa 300 mm - würde also bilanziert kaum einen Überschuss ergeben.

    Durch die an den Bäumen anhängenden Mosse und Flechten aber auch die Bäume an sich (Kanarenkiefer mit ihren langen Nadeln) werden die Passatwolken gemolken. Dieser irreführend als Horizintalregen bezeichnete Niederschlag geht ausschließlich auf die "Taufänger" zurück und macht zusätzlich zum Regen etwa 400-500 mm/a aus.

    Das macht dann in der Summe bereits 700-900 mm/a Input aus. Abzüglich den 300 mm Evapotranspiration verbleiben etwa 500 mm/a, die in den Boden und in das Vulkanische Kluftgestein eindringen können.

    Das ist der Wasserschatz La Gomeras, von dem die ganze Insel lebt. Ohne den Wald gäbe es den nicht!
    Daher lieber in den Schutz und die Aufforstung Geld stecken, als irgendwelchen EU-geförderten Firlefanz machen.

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  8. Nach oben    #7
     Unterstützer/in Avatar von Crazy Horse
    63 Jahre alt
    aus Dülmen/ Münsterland/ Westfalen - demnächst noch öfters La Gomera!
    4.832 Beiträge seit 12/2019
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    Ausbleibender Regen ist auch nicht das ganz große Problem - den gab es eh' immer schon sehr selten. wenn sich mal ein Tiefdruckgebiet vom Atlantik her näherte.

    Ausbleibender Passat ist viel schlimmer. Und der bleibt aus zu Gunsten immer häufiger vorkommendie Calimas, was doppelt fatal ist, denn dann bleiben nicht nur die Tau-bringenden Wolken aus, sondern der Wald gerät in Hitze- und Trockenstress, was ihn extrem belastet aber auch für Waldbrände empfindlich macht.

    Ist der Wald oben auf La Gomera einmal weg, ist das Ökosystem verloren.
    Dann kann man sich bald wie auf Fuerteventura oder Lanzarote fühlen.

  9. Crazy Horse´s Beitrag erhielt 2 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  10. Nach oben    #8
    Avatar von erimitano
    aus nähe Hamburg
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    Hallo crazy horse
    du hast es auf den Punkt gebracht...denn auf weniger Passat = neben dem gestressten Wald würden
    auch Quellen versiegen ...Trinkwasser müsste begrenzt werden..etc...
    Es muß ein Umdenken stattfinden...

  11. Nach oben    #9
     Unterstützer/in Avatar von Crazy Horse
    63 Jahre alt
    aus Dülmen/ Münsterland/ Westfalen - demnächst noch öfters La Gomera!
    4.832 Beiträge seit 12/2019
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    Zitat Zitat von erimitano Beitrag anzeigen
    Hallo crazy horse
    du hast es auf den Punkt gebracht...denn auf weniger Passat = neben dem gestressten Wald würden
    auch Quellen versiegen ...Trinkwasser müsste begrenzt werden..etc...
    Es muß ein Umdenken stattfinden...
    Leider hilft da kein Umdenken mehr. Da hilft nur noch Bangen und Hoffen!

    Der Klimawandel ist gegessen - der kommt! Wie? Wissen wir nicht!

    Seit drei Jahren muss ich hier in meinem münsterländischen (Palmen-) Garten permanent Wasser zugeben.
    Dabei hieß es doch immer: Wenn hier die Glocken mal nicht läuten, regnet es. Beides kam häufig vor. Das Gebimmel gibt es noch!

  12. Nach oben    #10

    67 Jahre alt
    aus Stadt der Otto's
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    Zitat Zitat von Crazy Horse Beitrag anzeigen
    Leider hilft da kein Umdenken mehr. Da hilft nur noch Bangen und Hoffen!

    Der Klimawandel ist gegessen - der kommt! Wie? Wissen wir nicht!

    Seit drei Jahren muss ich hier in meinem münsterländischen (Palmen-) Garten permanent Wasser zugeben.
    Dabei hieß es doch immer: Wenn hier die Glocken mal nicht läuten, regnet es. Beides kam häufig vor. Das Gebimmel gibt es noch!
    In unseren Gärten ist es seit drei Jahren genau so! Zwei haben schon ein Bewässerungssystem, ein sehr schlichtes mit einer Zeitschaltuhr an der (Brunnen)pumpe und Regnern die nacheinander anspringen (so wie in Agulo ), eines mit Tropfern/Srühern und Programm und nun muss ein Drittes her...für den "Strebergarten"-schwierig, weil dort der Wasserdruck sehr schwankt. Ohne das ist es mit dem Gießen nicht zu schaffen- auch wenn El Carpintero noch im Homeoffice ist und sich das Gießen nicht nur auf die Wochenenden beschränkt...

    Aber was wird es werden, wenn auch hier das Wasser immer knapper wird? Es zeichnet sich ja schon ab! Hier in MD werden zZt viele Bäume gefällt zum Teil aus fadescheinigen Gründen! und die Nachpflanzung ist eher schleppend. Dabei sind gesunde Bäume wichtig für dei Zukunft

    La Gomera muss aufforsten -solange es noch genügend Wasser für die frischgepflanzten Bäume/Sträucher gibt. Gerne würde ich einen Beitrag als Gast der Insel leisten- so wie anderswo eine Kurtaxe zu entrichten ist, vieleicht eine Baum/Wassertaxe???
    Und natürlich braucht man Meerwasserentsalzungsanlagen, was mit Wind und Sonnenenergie doch machbar ist.

  13. bine´s Beitrag erhielt 2 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  14. Nach oben    #11
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
    aus Agulo
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    Jeder kann sich kostenlos kleine Bäumchen beim Cabildo abholen und die auf seinem eigenen Terrain pflanzen. Das machen ja auch ganz viele Leute. Man wird dann beraten, welche Arten auf der entsprechenden Höhe wachsen. Solche Initiativen gibt es Gott sei Dank schon.

  15. Fritzlore´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  16. Nach oben    #12
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
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    Die Stadtverwaltung von La Gomera hat diesen Donnerstag über die Arbeiten zur Reinigung der Quellen auf der Insel informiert. 3 Millioinen € werden 2020 investiert in diesem Breich.
    Die Aktion kommt zu den etwa zwanzig Aufträgen zur Reinigung und Abfallsammlung, zur Verbesserung von Wegen und Pfaden, der Reinigung von Schluchten und Gullys sowie des Schutzes vor der wachsenden Brandgefahr.

    Was die Quellen betrifft, erklärte der Präsident der Insel, Casimiro Curbelo, dass im letzten Monat in Benchijigua - San Sebastian de La Goma; Arguamul - Vallehermoso; und San Antonio - Agulo Maßnahmen zur Konditionierung, Rodung und Beseitigung der bestehenden Vegetation sowie zur Reinigung der Gräben ergriffen wurden, um die Zirkulation des von den Quellen gelieferten Wassers zu optimieren.

    "Diese Maßnahmen tragen dazu bei, das Wasser zu reinigen und den Verlust von Wasser an diesen Stellen zu verhindern, zu einer Zeit, in der der Mangel an Niederschlägen die Wasserversorgung beeinträchtigt", warnte Curbelo, der dazu aufrief, die unsachgemäße Nutzung von Wasser während der Sommermonate zu vermeiden.

    Er bezog sich auch auf die Reihe von Maßnahmen, um die Wasserverteilungsinfrastrukturen in den Gemeinden zu stärken und die Verluste im Netz zu reduzieren.
    Curbelo erinnerte daran, dass Mittel für Wasseraufbereitungsmaßnahmen in Vallehermoso und Hermigua oder für die Verbesserung des Kanalisationsnetzes in Agulo bereitgestellt wurden. Weiteren Maßnahmen zur Verringerung von Trinkwasserlecks in den anderen Gemeinden wird Priorität eingeräumt.

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  18. Nach oben    #13
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
    aus Agulo
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    Auch das Rathaus von Hermigua führt Arbeiten zur Verbesserung des Zugangs zur städtischen Wassergalerie durch. Eine seit einigen Jahren ausstehende Aktion.
    Der Bürgermeister von Hermigua, Yordán Piñero, sagte: "Die Wasserversorgung in der Gemeinde zu gewährleisten, ist ein vorrangiges Thema, umso mehr, wenn wir mehrere Jahre unter Mangel an Regen leiden, die die Reserven für den Konsum beeinflussen".
    Man erinnerte daran, dass "wir vorsichtig sein und unsere Trinkwasserversorgung stärken müssen, damit es uns diesen Sommer nicht fehlt".
    Aus diesem Grund bat er die Nachbarn um Zusammenarbeit bei der Erkennung von Lecks und Störungen im Versorgungsnetz, wodurch sichergestellt wird, dass der Prozentsatz der Verluste sinkt. Man appeliert an die Bevölkerung, verantwortungsbewusst mit dem Wasser umzugehen und Wasser einzusparen.

    (Infos Ayuntamiento Hermigua)

  19. Nach oben    #14
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
    aus Agulo
    7.994 Beiträge seit 12/2019
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    Die Presa de Encantadora in Vallehermoso im Juni 2020 und 10 Jahre davor.
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  20. Nach oben    #15

    62 Jahre alt
    aus Norddeutschland
    459 Beiträge seit 11/2007
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    931
    Dramatisch, dass ist echt schockierend!

    Da wird man wohl bald neue Galerien in die Berge treiben müssen...

  21. Nach oben    #16
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
    aus Agulo
    7.994 Beiträge seit 12/2019
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    Valle Gran Rey ruft zum Wassersparen auf

    Das Rathaus vom Valle Gran Rey bittet seine Einwohner, angesichts des sinkenden Niveaus der Tanks des Versorgungsnetzes Trinkwasser nur noch in Maßen zu konsumieren. Die Bevölkerung muss verantwortungsvoll mit dem Wasser umgehen, indem sie jede nicht unbedingt notwendige Nutzung vermeidet.

    "In den letzten Wochen haben wir mit dem Eintreffen des guten Wetters einen nicht zu rechtfertigenden Anstieg des Wasserverbrauchs in den Haushalten festgestellt, und deshalb fordern wir Umsicht und Verantwortung bei der Ausgabe dieses knappen Gutes", erklärt Pedro Dorta, Stadtrat für Trinkwasser, der argumentiert, dass die Wasserversorgungsdienste bereits Schwierigkeiten haben, allen Bewohnern einen effizienten Service zu bieten.

    "Unsere derzeitigen Speicher- und Verteilungssysteme haben eine begrenzte Kapazität, die bei Bedarf nicht erweitert werden kann. Deshalb fordern wir die Bevölkerung dringend auf, extreme Maßnahmen zu ergreifen, um den Verbrauch zu kontrollieren und jegliche Nutzung des Trinkwassers aus dem öffentlichen Netz zu vermeiden, die nicht unbedingt notwendig ist", betont der Stadtrat.

    Für Dorta "sind die Aussichten für die kommenden Sommermonate sehr beunruhigend, und angesichts des steigenden Verbrauchs haben weder die Stadtverwaltungen noch der Wasserwirtschaftsrat der Insel La Gomera die Kapazität, die Wasserversorgung zu erhöhen. Wir leiden seit Jahren unter einer Dürre, und die Wasserressourcen werden immer knapper".

    Aus diesem Grund muss folgendes vermieden werden: Schwimmbäder füllen, Gärten oder landwirtschaftliche Flächen mit Trink-Wasser bewässern, Autos oder Boote waschen.

  22. Nach oben    #17
     Unterstützer/in Avatar von Crazy Horse
    63 Jahre alt
    aus Dülmen/ Münsterland/ Westfalen - demnächst noch öfters La Gomera!
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    Zitat Zitat von Lee Beitrag anzeigen
    Dramatisch, dass ist echt schockierend!

    Da wird man wohl bald neue Galerien in die Berge treiben müssen...
    Solange es genug Input von oben gibt (Regenwald) und genug wirtschaftlich nutzbare Aquifer (wasserführendes Kluftgestein) gibt, ist das ja eine Lösung.

    Aber wenn Wasser in immer mehr Galerias hoch oben abgetröpfelt wird, wird um so weniger übrig bleiben für die kleinen Quellhorizonte darunter.

    Sicherlich kennt Ihr die Kanarenpalmen, die hoch oben in den scheinbar völlig trockenen Steillagen in Reih' und Glied stehen!?
    Palmen vertragen niemals völlige Trockenheit an den Wurzeln - die haben immer einen "nassen Fuß". Ergo ist da Wasser!
    Genau da treten nämlich die Aquifer aus. Und oft wird auch da wiederum dem Wasser nachgegraben.

    Ohne Passatwolken und ohne den Regenwald wird es jedoch keinen ausreichenden Input mehr geben.
    Gelegentliche Starkregen werden im wahrsten Sinne vorbeirauschen und die Insel mitnehmen - also eher schädlich sein.

    Der Klimawandel ist da und der lässt sich auch nicht mal einfach abschalten. Wenn er aber für die Kanaren weniger Passatwolken bedeuten sollte - die Modelle kenne ich aber zum Glück nicht - dann sollte man vielleicht wirklich darüber nachdenken, die vermehrt abbrechenden Eisberge von Grönland heranzuschleppen. (Kein Vorschlag von mir - ernsthaft so auf den Kanaren schon diskutiert worden).

  23. Nach oben    #18
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
    aus Agulo
    7.994 Beiträge seit 12/2019
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    San Sebastian hat sich jetzt den Massnahmen und Verboten vom Valle Gran Rey zum Wasserverbrauch angeschlossen.

  24. Nach oben    #19
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
    aus Agulo
    7.994 Beiträge seit 12/2019
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    16.977
    Gestern sind wir mal über Chejelipes in Richtung La Laja gefahren. Die Stauseen sind so gut wie leer. Schrecklich!
    Wir haben mit einem alten Herren aus Chejelipes gesprochen. Er hat uns erklärt, dass das Wasser in den Seen Gießwasser für die Felder ist. Das Trinkwasser für die knapp 8000 Bewohner plus Touristen bekommt die Region um San Sebastian aus einem Tiefbrunnen bei La Laja. Wie viel da wohl noch drin ist?

  25. Nach oben    #20
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
    aus Agulo
    7.994 Beiträge seit 12/2019
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    16.977
    Der Inselsüden ist sogar noch trockener, falls das überhaupt geht. Da ist wirklich gar nichts Grünes mehr.
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  26. Nach oben    #21

    1.527 Beiträge seit 12/2019
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    Ich habe ein Bild vom Stausee vom Februar 2017 gefunden.
    Etwas mehr Wasser ist drin, voll ist er aber auch da nicht.
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  27. Nach oben    #22

    62 Jahre alt
    aus Norddeutschland
    459 Beiträge seit 11/2007
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    931
    Ich habe auch den Eindruck, dass La Gomera während unserer bisherigen Besuche (4x Mai, zwischen 2007 - 2017) deutlich trockener geworden ist. Gleiches gilt für La Palma.

  28. Nach oben    #23

    206 Beiträge seit 12/2019
    Danke
    158
    Die Stauseen sind nicht so wichtig zum Glück. entscheidend sind die Quellen für die Insel, da sieht es noch ganz ok aus

  29. Nach oben    #24
     Unterstützer/in Avatar von Crazy Horse
    63 Jahre alt
    aus Dülmen/ Münsterland/ Westfalen - demnächst noch öfters La Gomera!
    4.832 Beiträge seit 12/2019
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    3.988
    Und die Stauseen füllen sich fast ausschließlich über die seltenen Regenfälle.
    Natürliche Quellen gibt es nur sehr wenige - eher Quellhorizonte, an denen es etwas nass ist, was man meistens an den horizontal verteilten Palmen und Binsen darunter erkennt.

    Am allerwichtigsten für die Wasserversorgung sind - wie überall auf den Kanaren - die Galerias.
    Die tief in den Berg getriebenen Stollen sammeln das Tropfwasser, das vom Regenwald aus in die vulkanischen Schichten sickert.
    Dabei bilden die klüftigen Basaltschichten den Aquifer (Wasserführer) und die zu eine Art Lehm verwitterten Ascheschichten die Aquiclude (Wasserstauer).

    Ohne den Regenwald, der die Wolken melkt, wäre die Insel aber überall arid, und ohne die Stauseen würde das wenige Regenwasser auch noch sinnlos und erodierend die Hänge herunterstürzen.

  30. Crazy Horse´s Beitrag erhielt 2 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  31. Nach oben    #25
    Avatar von Pagurus
    489 Beiträge seit 01/2020
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    309
    Wobei ein solches hydrogeologische Grundwassermodellierungssystem immer an eine numerischen Strömungs- und Transportmodellierung gekoppelt sein sollte.
    Kenngrößen ermöglichen die Simulation unterschiedlicher Szenarien , die durch punktuelle analytische Methoden wissenschaftlich abgesichert werden. Quellen und Senken sind auch Begriffe aus der Vektoranalysis und der Feldtheorie. Sie stellen die Ausgangs- und Endpunkte von Strömungen oder Feldlinien dar. Beide Arten von Punkten können sowohl singulär als auch kontinuierlich auf Flächen und Räume verteilt sein. Quellen und Senken eines Vektorfeldes werden mathematisch durch die Quelldichte (Divergenz) beschrieben. Wobei der Divergenzsatz (gaußsche Integralsatz) aus der Vektoranalysis beachtet werden muß. Er stellt einen Zusammenhang zwischen der Divergenz eines Vektorfeldes und dem durch das Feld vorgegebenen Fluss durch eine geschlossene Oberfläche her.

  32. Nach oben    #26
    abgemeldet
    86 Beiträge seit 12/2019
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    134
    Zitat Zitat von Pagurus Beitrag anzeigen
    Wobei ein solches hydrogeologische Grundwassermodellierungssystem immer an eine numerischen Strömungs- und Transportmodellierung gekoppelt sein sollte.
    Kenngrößen ermöglichen die Simulation unterschiedlicher Szenarien , die durch punktuelle analytische Methoden wissenschaftlich abgesichert werden. Quellen und Senken sind auch Begriffe aus der Vektoranalysis und der Feldtheorie. Sie stellen die Ausgangs- und Endpunkte von Strömungen oder Feldlinien dar. Beide Arten von Punkten können sowohl singulär als auch kontinuierlich auf Flächen und Räume verteilt sein. Quellen und Senken eines Vektorfeldes werden mathematisch durch die Quelldichte (Divergenz) beschrieben. Wobei der Divergenzsatz (gaußsche Integralsatz) aus der Vektoranalysis beachtet werden muß. Er stellt einen Zusammenhang zwischen der Divergenz eines Vektorfeldes und dem durch das Feld vorgegebenen Fluss durch eine geschlossene Oberfläche her.
    Absolut, absolut. Ich sehe das ganz genauso! Hätte ich nicht besser formulieren können :-)

  33. Ex molino´s Beitrag erhielt 2 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  34. Nach oben    #27
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
    aus Agulo
    7.994 Beiträge seit 12/2019
    Danke
    16.977
    Ein bisschen mehr Wasser ist jetzt drin in der Presa de Encantadora nach dem Regen der letzten Tage. Und hier und da blüht auch schon was.
    Aber bis der "Fährmann" wieder mit den Füßen im See steht muss es noch sehr viel regnen.
    Übrigens ist das gar kein Fährmann. Die Skulptur soll einen Guanchen mit einem Hirtenstab darstellen.
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  35. Fritzlore´s Beitrag erhielt 3 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  36. Nach oben    #28
     Unterstützer/in Avatar von Don Uvo
    68 Jahre alt
    aus La Calera/Gomera und Stormarn/Holstein
    1.206 Beiträge seit 12/2005
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    2.096
    Ho man, da muss es noch viel regnen, bis der wieder nasse Füße kriegt..

    hofft
    Don Uvo

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  38. Nach oben    #29
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
    aus Agulo
    7.994 Beiträge seit 12/2019
    Danke
    16.977
    Der Stausee in Las Rosas heute früh: etwas mehr Wasser ist jetzt drin nach dem Regen.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  39. Fritzlore´s Beitrag erhielt 2 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  40. Nach oben    #30
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
    aus Agulo
    7.994 Beiträge seit 12/2019
    Danke
    16.977
    Das ist wirklich beeindruckend! Das ist eine Luftaufnahme vom großen Stausee von Hermigua aus den letzten Tagen. Vor der Regenphase hatte er nur noch an der Staumauer ein winziges, grünes Wasserpfützchen und jetzt sieht er doch schon wieder ganz gut aus
    (Foto:Consejo insular de aguas de La Gomera)
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  41. Fritzlore´s Beitrag erhielt 3 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  42. Nach oben    #31
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
    aus Agulo
    7.994 Beiträge seit 12/2019
    Danke
    16.977
    Guckt mal: der Stausee Encantadora bei Vallehermoso heute.
    (Foto Consejo Insular de Aguas de La Gomera)
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  43. Fritzlore´s Beitrag erhielt 4 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  44. Nach oben    #32
     Unterstützer/in Avatar von Fritzlore
    67 Jahre alt
    aus Agulo
    7.994 Beiträge seit 12/2019
    Danke
    16.977
    Heute habe ich Fotos von den Stauseen in Chejelipes gemacht. Es ist wirklich beeindruckend! Die Seen waren im Oktober noch alle komplett leer und nun laufen sie über! Ein regelrechter "Wasser-Tourismus" ist da jetzt zu beobachten: jeder will sich das mal anschauen.

    Aber schaut mal, was unser Freund Pablo aus San Sebastian dazu schreibt:
    "Mein alter Freund Juan berichtete heute, dass seit Beginn der Regenfälle am 30.11. in Chejelipes 500 Liter Wasser pro qm zusammengekommen sind. Wer nun glaubt, das sei genug, der irrt. Erst jetzt beginnen sich die pozos, die unterirdischen Trinkwasser-Brunnen, zu füllen. Während der zweijährigen Trockenheit waren diese lebenswichtigen Wasserreservoirs nahezu ausgetrocknet."

  45. Fritzlore´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  46. Nach oben    #33
     Unterstützer/in Avatar von Crazy Horse
    63 Jahre alt
    aus Dülmen/ Münsterland/ Westfalen - demnächst noch öfters La Gomera!
    4.832 Beiträge seit 12/2019
    Danke
    3.988
    Hier mal die beeindruckend gefüllten Stauseen im La-Laja-Tal aus der Luft:

    https://www.youtube.com/watch?v=umRhWpzKwac


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