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Thema: ¡viva la música!

  1. #1684
    Avatar von Wildfremder
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    Der Star, den alle lieben, wird 70 Jahre alt – der Band „Message In A Book“ begleitet ihn dabei in Gesprächen. Von Thomas Stillbauer


    Jeder und jede hat einen eigenen Sting. Oder noch mehr davon. Wer schon in den 1970er Jahren Musik hörte, hat seinen Police-Sting mit der enorm hohen Stimme, die auf Partys bei „Roxanne“ zu imitieren stets ein Riesengemeinschaftsspaß war. Und bewunderte ihn natürlich in Filmen wie „Quadrophenia“ und „Dune“. Wer dranblieb, als The Police den Dienst quittierte, hat seinen Solo-Sting mit den traumhaft schönen Liedern etwa auf „The Dream Of The Blue Turtles“ oder „The Soul Cages“, einem Werk nahe an der Pop-Perfektion. Und wer noch länger dranblieb, wanderte mit dem „Englishman in New York“ durch Stilepochen und Metamorphosen und Zeitenwechsel, in denen er doch immer er selbst blieb.

    Wer und wie viele ist Sting?

    Das ist ein lange Zeit. Aber Verzeihung – wie alt ist der Mann an diesem Samstag? Siebzig? Dieser Ausbund an Vitalität? Glaubt ihm doch kein Mensch.

    Einer, der es glaubt, ist Martin Scholz, Journalist, lange Zeit FR-Redakteur und noch länger Weltreisender in Sachen Musik. Er hat Sting getroffen, nicht nur einmal, sondern immer wieder, und über die Jahre Gespräche mit dem Komponisten, Sänger, Bassisten, Filmstar geführt. Auszüge aus diesen Interviews, viele bislang unveröffentlicht, sind in diesem lesenswerten Buch zu finden. „Wer ist Sting – und wie viele?“, fragt Scholz treffend im Vorwort.

    Einer der vielen Stings erzählt wunderbar davon, dass der Winter seine Jahreszeit ist, auch wenn es kalt war in Newcastle, seiner Geburtsstadt: „Unsere Fenster waren meist von innen vereist, ich konnte mit meinem Fingernagel Gesichter in das Eis ritzen.“ Schuberts „Winterreise“, erzählt er, habe er selbst ins Englische übersetzt. Sting war einst Deutschlehrer. Er habe sich ein paar Freiheiten für die Übersetzung erlaubt, sagt er. „Ich hoffe, Schubert wird es mir nicht übelnehmen.“

    Vergrätzt waren die Fans lange Zeit über das Ende der Kultband Police nach nur fünf Studio-LPs und nicht einmal zehn Jahren. Legende sind aber auch die Streitereien, ja, Prügeleien zwischen Sting und Schlagzeuger Stewart Copeland, die einfach keine friedliche Basis miteinander fanden. Als die Band 2007 zum 30. Jahrestag der Gründung noch einmal auf Tournee ging, war die Hoffnung der Nostalgiker groß. Umsonst. „Ich habe es gemacht, weil ich etwas zum Abschluss bringen wollte“, sagt Sting 2009 zu Scholz. „Und wir haben das Kapitel abgeschlossen.“

    Fast hätte er die Band schon viel früher gekillt: auf endlosen Autofahrten, nachts nach den ersten Gigs der jungen Band, aus allen Ecken Großbritanniens zurück nach Hause. „Ich war hinter dem Steuer eingeschlafen und wachte plötzlich schreiend auf, weil der Wagen ins Rutschen gekommen war.“

    Schön zu lesen, wie über die Jahre in den Gesprächen eine Vertrautheit wächst, ein oft humorvoller, auch ironischer Umgang mit den Themen.

    Das Älterwerden ist eines davon, Sting spricht früh davon, dass man es lernen muss, dass man auch „sein Ende proben“ sollte, und 2016 dann, dass er es interessant findet, das Altern. Er ist 2009 enorm kämpferisch fürs Klima und 2019 dann – etwas resigniert? Nein, eher realistisch: 2019 ist er zu der Erkenntnis gekommen, die vorderste Front im Kampf für die Umwelt den Experten zu überlassen. „Ich treibe das Geld auf, um diese Leute zu bezahlen. Das ist mein Job.“

    Sting ist gerührt, wenn er über seine Musik machenden Söhne und Töchter spricht, charmant, als er mit Mylène Farmer im Doppelinterview schäkert. Er nennt den Brexit 2016 einen Alptraum und Donald Trump 2018 einen Blender, er findet für Bassisten die Fußball-Position des Außenverteidigers angemessen und kann sich nicht daran erinnern, in Bielefeld aufgetreten zu sein. Erfreulicherweise folgt nicht der Hinweis, dass es Bielefeld gar nicht gebe. Das passt zur wohltuenden Atmosphäre der Gespräche, die komplett ohne Fotos auskommen.

    „Walking Around My Room“

    „Walking On The Moon“, erfahren wir aus einem Gespräch von 2019, hieß ursprünglich „Walking Around My Room“, weil Sting den späteren Superhit betrunken beim Herumwandern in einem Hotelzimmer komponierte. Das waren Zeiten.

    In zwei zusätzlichen Kapiteln spricht Martin Scholz mit dem Autor Frank Schätzing und mit Rocklegende Udo Lindenberg über Sting. „Wir hatten als Teens beide die starke Neigung, zur See zu fahren – dann kam die Musik dazwischen“, sagt Lindenberg. Und, ganz Udo: „Ja, da gibt es viele Ähnlichkeiten, in der Soul und auch im Geiste. Er ist eben mein brother from another mother.“

    Martin Scholz:

    Sting. Message In A Book. Ein Porträt in Gesprächen. Kampa, Zürich 2021. 192 S., 22 Euro.



    Quellenangabe: FR Deutschland vom 02.10.2021, Seite 29
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  3. Nach oben    #1685
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    Musica Medievale

    Eben vom WWW (Weinseliges Wochenende im Weinviertel) zurück. Das 4. W (WLAN) war dort nicht. Daher erst jetzt der heutige Bericht:

    Ebenfalls in der Vorwoche habe ich dieses flotte Video der Gruppe „Murmur mori“ geschickt bekommen. Von diesem Ensemble habe ich schon einmal einen Beitrag gebracht.

    Diesmal singen sie ein Lied des italienischen Dichters "Pur bii del vin, comadre" aus dem 13. Jahrhundert.
    Memoriale Bolognesi

    Das Lied handelt von zwei betrunkenen Freunden beim Urinieren. Und so klingt es auch.

    Notebook noch nicht angeworfen, daher kein Bild.

    Für das heutige Konzert mit Richard Labschütz habe ich allerdings keine Lust mehr.




    Gesendet von meinem SM-G950F mit Tapatalk

  4. Nach oben    #1686
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    La Folia

    Wenn man auf youtube „La Folia“ und „Jazz“ eingibt, dann kommt diese verträumte Interpretation von Jan Johannsson.

    Jan Johansson – Sinclairvisan aus dem Album "Musik genom fyra sekler" aus dem Jahr 1969!


    1004 folia.png

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  6. Nach oben    #1687
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    Jan Johansson

    Gestern habe ich euch eine jazzige Version der Folia vorgestellt. Von Jan Johansson habe ich noch weitere Aufnahmen aus den 1960er-Jahren gefunden. Aus der Zeit also, wo ich in Wien fleißig in Jazzkellern herumgehängt bin.

    https://www.youtube.com/watch?v=ej4P6m7L-4U

    1005 johansson.png

  7. Nach oben    #1688
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    La Folia

    Vorgestern habe ich ja die jazzige Folia von Jan Johansson vorgestellt. Der Titel der Aufnahme „Sinclairsvisan“, also „Melodie (Weise) des Sinclair“, hat mir keine Ruhe gelassen und ich bin fündig geworden:

    Zitat Zitat von wikipedia(übersetzt)
    „ Sinclairvisan “ oder „ Sinclairsvisan “ („Das Sinclair-Lied“) ist ein schwedisches Propagandalied mit 90 Strophen, das 1739 von Anders Odel zur „ La Folia “ -Melodie geschrieben wurde . Das Lied beschreibt den Mord an dem schwedischen Diplomaten , friherre und großen Malcolm Sinclair . Sinclair wurde 1739 während einer diplomatischen Mission von zwei russischen Offizieren ermordet, die auf Befehl der russischen Regierung handelten.
    Hier also eine Sinclairsvisan in einer alten Aufnahme aus dem Jahr 1962.

    1006 sinclairsvisan.png

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  9. Nach oben    #1689
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    Gedenktage

    Heute vor 275 Jahren wurde der US-amerikanische Komponist von Chormusik William Billings (1746-1800) geboren.

    Zitat Zitat von wikipedia
    Billings gehört zu den wenigen Komponisten seiner Zeit, die nicht aus Europa kamen, sondern in Nordamerika geboren waren. Sein ganzes Leben verbrachte er in Boston, zur Zeit der Amerikanischen Revolution.

    Der Autodidakt widmete sich der Erneuerung des Kirchengesanges. Er wird daher als „Vater der amerikanischen Chormusik“ und des Kirchengesangs betrachtet. Er verfasste eine Anzahl von Kirchengesangbüchern, darunter The New England Psalm Singer, The Singing Master´s Assistant und The Psalm Singer´s Amusement.
    Billings hatte ursprünglich das Handwerk des Gerbens erlernt, aber keine formale Ausbildung im Fach Musik erhalten. Dennoch gelang es ihm, einen musikalischen Stil zu schaffen, der als genuin amerikanisch gelten kann. Seine beliebteste Komposition war Chester, das bis zur Einführung des Star-Spangled Banner 1931 als inoffizielle Nationalhymne der Vereinigten Staaten galt.

    „Er hatte [nur] ein Auge, einen deformierten Arm, und eine harsche Stimme; in einem Bein war er lahm; und er war süchtig nach Schnupftabak.“ Er war verheiratet, hatte sechs Kinder und starb in Armut. Sein Begräbnis wurde folgendermaßen in der Columbian Centinel angekündigt:
    Hören wir die „lebhafte Interpretation einer Bibelstelle aus Salomon I am the rose of Sharon

    1007 billings.png

  10. Nach oben    #1690
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    unechte Renaissance?

    Am Samstag und Sonntag werden in der Früh im österreichischen Fernsehen die aktuellen Nachrichten und Wetterberichte als „Teletext“ gezeigt. Als Musikuntermalung gibt es Musik von lebenden Komponisten, manchmal im „alten Stil“.

    Vor kurzem zum Beispiel
    Renaissancesuiten für Bläser von Arthur Binder (2020)

    Zitat Zitat von stretta music
    Wer kennt nicht die großen Meister dieser Gattung, wie Tilman Susato oder auch den etwas später angesiedelten Johann Sebastian Bach? Sechs abwechslungsreiche Sätze bilden die Renaissance Suite von Arthur Binder. Sätze, die zu vielerlei Anlässen im Jahreskreis passen. Tauchen Sie ein in den Glanz dieser Zeit und begeben Sie sich auf eine musikalische Zeitreise zurück in die Renaissance.
    1008 binder.png

  11. Nach oben    #1691
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    Österreichische Charts

    Diesmal ist Bob Dylan auf Platz 1 der Charts.

    20211008_charts.jpg

    Dafür ist das Black Album von Metallica von Platz 1 dder Vorwoche auf Platz 8 abgestürzt.

  12. Nach oben    #1692
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    Schubertlieder neu interpretiert

    Heute abend singt die Gruppe „The Erlkings“ im MUTh, dem Konzertsaal der Wiener Sängerknaben, Schubertlieder. Allerdings begeistert das Quartett das Publikum auf eine ganz beschwingte Weise.

    Hören wir hier ihre Version von
    Franz Schubert, Erlkönig, D 328. Eine Aufnahme aus dem Wiener Radio Kultur Haus.

    1009 Erlkönig.png

  13. Nach oben    #1693
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    Chanson de toile

    Musica Medievale hat mir jetzt ein Video mit „Chansons de toile“ geschickt. Mir war dieser Begriff bisher nicht bekannt.

    Zitat Zitat von wikipedia
    Die Chanson de toile (von frz. toile „Leinwand“, auch: Chanson d’histoire) ist eine Gattung des mittelalterlichen französischen Liebeslieds. Die weibliche Hauptperson der Lieder ist meist mit Nähen, Sticken oder Spinnen beschäftigt. Die Vermutung, dass Lieder dieser Art traditionell bei textilen Arbeiten gesungen wurden, ist umstritten

    Chansons de toile erzählen einfache Liebesgeschichten. Hindernisse und ihre Überwindung spielen dabei eine Rolle. Der Strophenbau besteht größtenteils aus einer ungeraden Zahl (drei oder fünf) assonierender Zeilen zu je zehn Silben, die mit einem Refrain abgeschlossen werden. Dieser Kehrreim besteht entweder aus einer Verszeile ohne Assonanz oder aus zwei Zeilen, die eigenständig untereinander assonieren.

    Die meist anonyme Überlieferung dieses Chanson-Typs ist gering, es existieren nur ca. 20 Belege aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Die Entstehung der Gattung ist umstritten. Einige Literaturgeschichtler halten sie für ein Volkslied, das unter dem Einfluss der höfischen Dichtung künstlerisch überformt wurde. Andere halten sie für eine direkte Erfindung der höfischen Lyrik, die damit bewusst eine volkstümlich-archaisierende Richtung einschlug.
    Chanson de toile

    1010 chansonne.png

  14. Nach oben    #1694
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    Gedenktage

    Heute vor 250 Jahren wurde Carl Cannabich (1771-1806) geboren.

    Zitat Zitat von wikipedia
    Carl August Konrad Cannabich (getauft am 11. Oktober 1771 in Mannheim; † 1. Mai 1806 in München) war ein deutscher Komponist, Geiger, Konzertmeister und Musikdirektor.

    Carl Cannabich war der Sohn des Hofmusikdirektors Christian Cannabich, eines der namhaftesten Komponisten der Mannheimer Schule.
    Von Carl Cannabich habe ich auf youtube nichts gefunden. Aber von seinem Vater jede Menge.
    Unter anderem ein Konzert für 2 Orchester C-Dur

    1011 cannabich.png

    Typisch Mannheimer Schule.

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  16. Nach oben    #1695
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    Franui / Habjan

    Anfang des Monats gaben der Puppenspieler Nikolaus Habjan und die Musicbanda Franui im Wiener Konzerthaus wieder ein Konzert. Unter dem Titel „Alles nicht wahr“.

    Zitat Zitat von wiener konzerthaus
    Der gefeierte Puppenspieler und Kunstpfeifer Nikolaus Habjan und die famose Musicbanda Franui haben einen Abend mit Liedern des großen österreichischen Liedkomponisten, Menschenkenners und Wortakrobaten Georg Kreisler (1922-2011) ersonnen – mit zahlreichen Puppen, viel Gesang, bitterbösen Texten und der schrägen Klangbatterie aus Hackbrett, Harfe, Zither, Violine, Kontrabass, Akkordeon sowie allerlei Holz- und Blechblasinstrumenten.

    Wichtigste Protagonistin des Abends ist »Lady Bug«, eine von Nikolaus Habjan geschaffene Soubrette höheren Alterns, die vorgibt, mit Franui seit 15 Jahren auf Abschiedstour zu sein (in Wahrheit sind es freilich schon 17 Jahre). Sie widmet ihre einzigartige Ausdruckskraft hingebungsvoll dem Liedschaffen Kreislers und ist dabei aufbrausend, selbstherrlich, genialisch, wiewohl sie sich auch liebenswert und charmant geben kann. Im Lauf des Geschehens allerdings wird der Diva ihr Künstlername zum Verhängnis: Denn »Lady Bug« heißt nicht nur »Marienkäfer«, sondern lässt auch an das Wort »Programmfehler« denken … Wohl oder übel muss sie erkennen, dass man nur mit ihr spielt.
    Das Programm haben sie schon vor einem Jahr vorgestellt, konnten es aber coronabedingt erst jetzt aufführen. Hier ein Teaser-Video.

    Alles nicht wahr

    1012 franui.png

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  18. Nach oben    #1696
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    Gedenktage

    Morgen jährt sich der Todestag des tschechischen Komponisten Franz Xaver Brixi (1732-1771) zum 250. Mal.

    Zitat Zitat von wikipedia
    In der tschechischen Musik ist Brixi eine wichtige Persönlichkeit in der Periode des Übergangs vom Barock zur Klassik. Viele Elemente seiner Musik weisen bereits auf Wolfgang Amadeus Mozart hin und bereiten den Boden für das Verständnis und die Aufnahme von Mozarts Musik in Prag. Die tschechische Volksmusik übte auf die Melodik Brixis einen solchen Einfluss aus, dass deren Frische sich bis heute in vielen Fällen ungetrübt erhalten hat.

    Vladimír Novák charakterisiert Brixis Stil wie folgt: "... klare und heitere Melodik, ausgeprägtes und frisches rhythmisches Empfinden, vereinfachte und zugleich effektvolle Instrumentation und ein beweglich geführter Bass. In seinen Kompositionen findet man Elemente der tschechischen Volksmusik. All diese Faktoren hatten die Verbreitung von Brixis Musik noch zu seinen Lebzeiten auf dem ganzen Gebiet von Böhmen und im Ausland zur Folge...". Es sind rund 400 Kompositionen in zeitgenössischen Abschriften bekannt, viele davon in Bayern, besonders in Ottobeuren.
    Das Ensemble Inégal singt uns hier die Motette pastorale “Pastores” von František Xaver Brixi

    1013 brixi.png

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    La Récréation

    Johanna und Richard Carter (Gamben) spielen übermorgen gemeinsam mit Inge Kuhn (Traversflöte) unter dem Ensemblenamen „La Récréation“ in der Krypta der Wiener Canisiuskirche.

    Unter anderem werden sie die
    Sonnerie de Saint Genèvieve du Mont-de-Paris von Marin Marais spielen.

    1014 sonnerie.png

    Ich freue mich schon, endlich wieder in ein Konzert zu gehen.

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    Sala Terrena

    Heute stünde das Konzert in der Sala Terrena unter dem Titel „Palazzo Reale, Tummelplatz der Virtuosen“ mit Musik vom Hof der Könige und Vizekönige von Neapel. Wegen der Coronaregeln findet es aber nicht statt.

    Unter anderem wäre das „Duetto amoroso“ von Niccoló Paganini (1782-1840) am Programm gestanden.

    Hier das Video einer stolzen italienischen Mutter von einer Aufführung der Musikschule Fiesole. Sie kann zu Recht zufrieden sein mit ihrer Tochter.

    1015 paganini.png

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    Adele bringt die Welt zum Weinen

    »Sie hat es wieder getan«: Sängerin Adele hat in der Nacht ihre neue Single »Easy on Me« samt Video veröffentlicht – und bei Menschen weltweit Herzschmerz ausgelöst. Die Reaktionen.

    https://www.spiegel.de/kultur/musik/...6-4e78225a1066

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  26. Nach oben    #1700
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    Gedenktage

    Heute vor 400 Jahren starb der niederländische Komponist und Organist Jan Pieterszon Sweelinck (1562-1621).

    Zitat Zitat von wikipedia
    Als Komponist, Virtuose und Pädagoge wurde Sweelinck europaweit geschätzt. Er übte als Organist großen Einfluss auf die Norddeutsche Orgelschule des 17. Jahrhunderts aus. Schüler des „deutschen Organistenmachers“ waren August Brücken, Ulrich Cernitz, Andreas Düben, Matthias Leder, Jacob Praetorius der Jüngere, Johann Praetorius, Heinrich Scheidemann, Gottfried Scheidt, Samuel Scheidt, Melchior Schildt, Paul Siefert und Jonas Zornicht. Seine Schüler kopierten seine Werke für Tasteninstrumente und sorgten auf diese Weise für ihren Erhalt und ihre Verbreitung. Autographen von Sweelincks Werken für Tasteninstrumente sind nicht erhalten.

    Für seine Improvisationen auf der Orgel und dem Cembalo war er so bekannt, dass Besucher von weither kamen, um den Orpheus von Amsterdam zu hören. Sein Orgelspiel gehörte zu den Hauptattraktionen der Stadt. Ab etwa 1590 bürgerte sich vor allem in den Wintermonaten die Tradition ein, dass Sweelinck abends um 18 Uhr auf der Orgel improvisierte, was viele Kaufleute und Vertreter der städtischen Elite anzog. Das Orgelspiel hatte weniger Konzertcharakter, sondern war Teil des städtischen Lebens, währenddessen Handel getrieben und Geschäfte geschlossen wurden. Neben Orgelmusik wurde auch Ensemblemusik geboten. Diese erste bürgerliche Konzertpraxis in Nordeuropa stimulierte die weitere Konzertpraxis wie die Abendmusiken, die Sweelincks Enkelschüler Dieterich Buxtehude in Lübeck durchführte. Als Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg 1594 Amsterdam besuchte, notierte er in seinem Tagebuch: „Daselbsten auch gesehen einen lebendigen Elephanten. Noch Artillery hauss zu besehen und den organisten zu horen.“ Peter Philips besuchte im Jahr 1593 Sweelinck im Amsterdam und John Bull reiste ebenfalls dorthin, um den niederländischen Meister kennen zu lernen. Er legte seiner Fantasia chromatica ein Thema von Sweelinck zugrunde. Orlando Gibbons stattete Sweelinck 1613 einen Besuch ab und ließ seine Komponierweise nachhaltig von ihm beeinflussen. Im Fitzwilliam Virginal Book wurden vier Werke von Sweelinck als einem von wenigen nicht-englischen Komponisten aufgenommen.

    Der letzte Meister der niederländischen Vokalpolyphonie war ein prägender Komponist in der Zeit des Übergangs von der Renaissance zum Barock. In seinem Werk verbinden sich polyphone Kompositionstechniken der Durchimitation mit Figurationen, die aus der Praxis der Improvisation hervorgegangen sind. Aufgeführt wurden Sweelincks Psalmvertonungen in privaten Kreisen wie dem Collegium musicum, möglicherweise aber auch in Oude Kerk außerhalb der Gottesdienste, da hier ein ausreichender Nachhall zur Verfügung stand. Das Collegium musicum war ein geschlossener Kreis von Musikliebhabern unter den Kaufleuten, das zu Beginn des 16. Jahrhunderts in Amsterdam gegründet wurde und unter der Leitung Sweelincks seine Vokalwerke aufführte
    Das Junge Mitteldeutsche Barockensemble singt uns eines dieser zuletzt genannten Vokalwerke.

    Jan Pieterszoon Sweelinck (1562-1621) Psalm 23 "Mon Dieu me paist sous sa puissance haute"

    1016 sweelink.png


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