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Thema: Letzter Vulkanausbruch auf La Gomera

  1. #1

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    Letzter Vulkanausbruch auf La Gomera

    Guten Tag

    Wann und wo fand der letzte Vulkanausbruch auf La Gomera statt bzw. wo finde ich das frischeste Lava-Gestein, wo man hinwandern kann?

    Danke euch

  2. Nach oben   #2
    Avatar von Lortzing
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    Vor etwa 3 Mio. Jahren

  3. Nach oben   #3

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    Laut Online-Lexikon fand der letzte Vulkanausbruch auf La Gomera vor circa zwei Millionen Jahren statt.
    http://de.wikipedia.org/wiki/La_Gomera#Geologie

    Somit gibt es auf La Gomera keinen aktiven Vulkanismus mehr. Wenn du das unbedingt sehen willst, musst du mal nach Teneriffa, denn da fand der letzte Vulkanausbruch 1909 statt und die Spuren am Chinyero sind so frisch, als wäre es vorige Woche erst gewesen.

  4. Nach oben   #4
    Avatar von Lortzing
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    Oder noch besser nach La Palma in den Süden. Dort ist der Teneguia erst in den 70ern des letzen Jahrhunderts ausgebrochen.

  5. Nach oben   #5

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    Dass auf La Gomera schon seit Millionen Jahren kein Vulkanausbruch mehr stattfand, finde ich erstaunlich, weil die Inseln liegen so nah beieinander.

    Danke für die Infos.

  6. Nach oben   #6

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    Zitat Zitat von Christoph76 Beitrag anzeigen
    Dass auf La Gomera schon seit Millionen Jahren kein Vulkanausbruch mehr stattfand, finde ich erstaunlich, weil die Inseln liegen so nah beieinander.

    Danke für die Infos.


    Hallo Christoph,
    in beigefügtem Link kannst Du etwas darüber erfahren, wann welche der Kanarischen Inseln (also auch La Gomera) entstanden ist. (Im Kapitel Geologie).
    http://www.thm.de/kmub/images/user/U...omera-2010.pdf
    mfg Ulrich

  7. Nach oben   #7
    Sehr schöner Exkursionsbericht. Hätte aus dem Stehgreif auch eher darauf getippt, dass die vulkanischen Aktivitäten auf Gomera nicht schon Millionen Jahre her sind. Eigentlich erstaunlich.

  8. Nach oben   #8

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    Moinmoin,

    vielleicht mag sich der eine oder andere ein wenig näher mit der Geologie La Gomeras befassen. Mittlerweile 10mal war ich auf der Insel und konnte einiges an Bildmaterial zusammentragen. Aus den einzelnen Artikeln lassen sich ganz leicht Wandertouren ableiten, einige "Standardtouren" sind ohnehin dabei (z. B. Arure-La Calera, Montana del Cepo etc.).

    http://kanalmusik.de/wordpress%202/?p=5421

    Grüße,
    karlov

  9. karlov´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:

    C&A

  10. Nach oben   #9

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    Das ist auf jeden Fall interessant.
    Den Link schaue ich mir morgen mal an.

  11. Nach oben   #10

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    Letzter Vulkanausbruch auf La Gomera

    Zitat Zitat von karlov Beitrag anzeigen
    Moinmoin,

    vielleicht mag sich der eine oder andere ein wenig näher mit der Geologie La Gomeras befassen. Mittlerweile 10mal war ich auf der Insel und konnte einiges an Bildmaterial zusammentragen. Aus den einzelnen Artikeln lassen sich ganz leicht Wandertouren ableiten, einige "Standardtouren" sind ohnehin dabei (z. B. Arure-La Calera, Montana del Cepo etc.).

    http://kanalmusik.de/wordpress%202/?p=5421

    Grüße,
    karlov
    Hallo Karlov,
    als Nicht-Geologe sind mir Deine Ausführungen zur Geologie Gomeras zwar zu speziell ... ich denke aber, für Spezialisten sind sie eine wahre Fundgrube.
    Als ich Dein Titelbild vom stecken gebliebenen Schlot bei Epina gesehen habe (mehrere ganz ähnliche besitze ich auch) fiel mir ein, dass ich in diesem Frühjahr noch einmal dicht an der Stelle gewese bin. Ich war erstaunt, wie rasch die Erosion sich auswirkt: Innerhalb eines guten Jahrzehnts ist der Tuff außerhalb des Schlotes bereits um ca. 20-30 cm abgetragen, so dass die basaltische Schlotfüllung schon um diesen Betrag heraus ragt. Da kann man sich leicht vorstellen, in wie (geologisch gesehen) kurzer Zeit ein Roque entstehen kann.
    mfg Ulrich

  12. Nach oben   #11
    Avatar von C&A
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    Danke an Tortie und udalriche für die tollen Links.

    Freue mich auf unterhaltsame Stunden

  13. Nach oben   #12

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    Hallo Ulrich,

    Ja, gerade dort oben bei Epinageht es durch gegenseitigen Wechsel von Feuchtigkeit und Wärme sehr schnell. Man merkt es deutlich, wenn man nach Alojera fährt oder in Richtung Vallehermoso: nur krümeliges Material, das bei Stürmen oder Regenereignissen massenweise in Bewegung gesetzt wird...

  14. Nach oben   #13
    Avatar von Crazy Horse
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    Hotspot immer noch unter La Gomera?

    !Hola!

    Zunächst:
    Meine Frau und ich sind gerade wieder glücklich (?) von La Gomera zurück und zuhause angekommen.
    Waren gestern noch kurz bei der Lesung von Günter Finger in der Gecko-Bar und sind dann heute morgen um 5:15 abgedüst. Trotz Verkehr vor uns (5x Überholen) habe ich es mal wieder unter 1 Stunde vom VGR zur Fähre geschafft.

    Zum Thema:
    Als Geograph (Landschaftsökologie) mit Nebenfach Geologie bin ich als egomera-Wechsler aber mal richtig begeistert über dieses Thema und die beiden tollen Links! Das studiere ich dann mal noch ausführlich!

    These:
    Ich habe mal (irgendwo) gelesen, dass der eigentliche Kanaren-Hotspot (Vulkanismus) immer noch unter La Gomera weilt.
    Der auch in den Artikeln beschriebene Basalkomplex sei dort als steckengebliebene Magmablase (im Prinzip ein Pluton) der Grund weshalb keine Lava mehr nach La Gomera durch dringen kann und vielmehr die aufsteigenden Lavaströme zu allen Seiten ablenkt.
    In der Tat fanden ja die letzten Vulkanaktivitäten rund um La Gomera statt (Vulkane zwischen Santiago del Teide und dem Teide selbst, im Süden La Palmas bei Fuencaliente und erst vor kurzer Zeit submarin vor El Hierro.

    Freue mich auf weiteren Austausch. Werde aus meinem Fotoarchiv auch noch was ausgraben und posten, wenn ich die Modalitäten verstanden habe.

    Müde geh' ich aber jetzt zur Ruh'!

    (noch 10 Wochen bis zum nächsten Mal in La Gomera )

  15. Nach oben   #14

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    Geomorphologie

    Zitat Zitat von karlov Beitrag anzeigen
    Hallo Ulrich,

    Ja, gerade dort oben bei Epinageht es durch gegenseitigen Wechsel von Feuchtigkeit und Wärme sehr schnell. Man merkt es deutlich, wenn man nach Alojera fährt oder in Richtung Vallehermoso: nur krümeliges Material, das bei Stürmen oder Regenereignissen massenweise in Bewegung gesetzt wird...
    Hallo Karlov,

    das kann ich nur bestätigen. Besonders deutlich sieht man es auch, wenn man von der Kreuzung nach Alojera/nach Tazo in Richtung der großen Antenne hoch geht: Dort liegt auf der Asphaltstraße immer massenhaft Erosionsmaterial. Die da vorhandene Wechselfeuchtigkeit wird auch durch den reichlichen Flechtenbewuchs an den der Straße benachbarten Bäume bestätigt ... und außerordentlich windig ist es außerdem fast immer (habe dort noch nie akzeptable Makrofotos hinbekommen).

    mfg Ulrich

  16. Nach oben   #15

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    Geologie von La Gomera

    Zitat Zitat von Crazy Horse Beitrag anzeigen
    !Hola!

    These:
    Ich habe mal (irgendwo) gelesen, dass der eigentliche Kanaren-Hotspot (Vulkanismus) immer noch unter La Gomera weilt.
    Der auch in den Artikeln beschriebene Basalkomplex sei dort als steckengebliebene Magmablase (im Prinzip ein Pluton) der Grund weshalb keine Lava mehr nach La Gomera durch dringen kann und vielmehr die aufsteigenden Lavaströme zu allen Seiten ablenkt.
    In der Tat fanden ja die letzten Vulkanaktivitäten rund um La Gomera statt (Vulkane zwischen Santiago del Teide und dem Teide selbst, im Süden La Palmas bei Fuencaliente und erst vor kurzer Zeit submarin vor El Hierro.

    (noch 10 Wochen bis zum nächsten Mal in La Gomera )
    Hallo,
    Der submarine Ausbruch hinter (also südlich von El Hierro) vor wenigen Jahren stützt meiner Ansicht nach die These, dass die kleine Insel gerade knapp über den Hot Spot hinweg driftet. Falls das stimmen sollte und dort in geologisch kurzer Zeit weiteres Magma austritt, würde El Hierro eventuell noch wachsen und La Gomera hinsichtlich Größe überholen. (Mir wäre das recht: Es würde die dortigen Wandermöglichkeiten eventuell etwas vergrößern ... falls ich bis dahin wiedergeboren werden sollte -).
    mfg Ulrich

    P.S. Für Landschafts- und sonstige Ökologen ist La Gomera ein Reiseziel, das einem auch nach zwanzig Besuchen der Insel nicht langweilig wird!!!

  17. udalriche´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  18. Nach oben   #16

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    Hallo Crazy Horse,

    wahrscheinlich ist es problematisch von "dem" Hotspot zu sprechen. Als Mechanismus für den Magmatransport an die Oberfläche werden verschiedenen Modelle diskutiert, sowohl eine ortsfeste Mantelplume, eine mit dem afrikanischen Plattenrand interagierende Mantelkonvektion (edge-driven mantle convection) oder auch sog. "mantle blobs". Die edge-driven mantle convection könnte erklären, warum es sowohl auf Lanzarote im Osten als auch auf El Hierro und La Palma im Westen vulkanische Aktivität gibt, während sich La Gomera gerade eher in Richtung Zentrum der Konvektion befindet.

    @Ulrich: das gilt auch für den geologisch Begeisterten. Nach 10 Gomera-Reisen habe ich noch immer nicht alles Wichtige gesehen. Z. B. spielte nie das Wetter mit, um die Cuevas Blancas zu besuchen...

  19. Nach oben   #17

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    Zitat Zitat von karlov Beitrag anzeigen
    Hallo Crazy Horse,

    @Ulrich: das gilt auch für den geologisch Begeisterten. Nach 10 Gomera-Reisen habe ich noch immer nicht alles Wichtige gesehen. Z. B. spielte nie das Wetter mit, um die Cuevas Blancas zu besuchen...
    Hallo Karlov,

    mach Dir nichts draus: Die Cuevas Blancas habe ich (nach 20 Gomera-Trips) auch noch nicht besucht . Dabei sehen die so weiß aus, als gäbe es dort karbonatisches Gestein. Falls das stimmt, müsste ich unbedingt hin ... dann wären dort auch kalkliebende Flechten zu erwarten - die auf La Gomera sehr selten zu finden sind (ein bisschen Karbonat gibt es offenbar auf dem Weg von Arure nach La Calera; dort wo der Abstieg nach Taguluche abgeht - das jedenfalls sagen mir die substrattreuen Flechten. Der ist aber wohl vulkanischen Ursprungs (--> Auskristallisation von Calcit aus magmatischem Gestein). Eigentlich hätte ich auch submarin entstandene Kalke erwartet (wie im Osten Madeiras). Warum es so etwas hier nicht gibt - trotz offensichtlicher Hebungsvorgänge - ist mir unklar. Oder kennst Du zufällig Stellen mit submarin entstandenen Kalken auf La Gomera?

    mfg Ulrich

  20. Nach oben   #18
    Avatar von Crazy Horse
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    Hallo zusammen,

    ja die Geologie vom Vulkanismus ist ein Spezialgebiet und man kann so schlecht die Decke an die Seite schieben und darunter gucken, was wirklich abgeht.
    Ich war ja auch nur Nebenfächler-Geologe und hatte nur mit einer größeren Sache im Mesozoikum zu tun.

    Jetzt aber ein paar Bilder von mir, damit auch die anderen Leser wissen, worum es geht:

    Teno-Gebirge.jpg

    Teneriffa, Blick vom Teno-Gebirge nahe Masca Richtung Teide-Massiv. Ganz links im Hintergrund befinden sich die jüngsten Vulkanlanschaften Teneriffas.
    1704 bis 1706 gab es hier eine Reihe von Ausbrüchen. Der letzte des Volcán Negro ergoss sich nach Norden und zerstörte Garachico größtenteils.

    P1070468.JPG

    Der z.T. wieder ausgegrabene alte Hafen von Garachico. Er war mal einst einer der bedeutendsten Häfen Teneriffas. Übrigens kommt auch die Familie Simón Bolivars aus diesem Ort.

    jüngste Vulkanlandschaft Teneriffas.JPG

    Der Volcán Chahorra, auch Pico Viejo genannt (rechts vor dem Teide) brach zuletzt 1798 aus

    Chinyero.jpg

    Der Chinyero war der letzte aktive Vulkan Teneriffas. Er brach 1909 aus. Ich bin mal in den Krater gewandert, und musste erst später erfahren, daß das wohl verboten war.

    San Antonio.JPG

    Der Volcán San Antonio unmittelbar südlich Fuencalientes auf La Palma brach 1677 aus.

    Lavafeld des San Juán.JPG

    1949 brach der Volcán San Juan auf La Palma mit mehreren Kratern in kurzen Abständen aus. In der Ecke zwischen San Nicolás und Todoque bei Puerto Naos erreichten die Lavaströme sogar das Meer. Hier gibt es auch die Tubos (Lavatunnel, die entstanden sind, weil der Basalt außen schneller abkühlte und eine stabile Hülle bildete. Als der Nachschub an Lava plötzlich nachließ, rauschte diese noch schnell hindurch und hinterließ ein Vakuum.
    Man kann sie durchwandern (Anmeldung) - wir konnten 2016 leider keinen Termin vereinbaren. War da schon einer von Euch drin?

    Teneguía.JPG

    Der Teneguia auf La Palma unterhalb des San Antonio ist mit seinem Ausbruch von 1971 die letzte oberirdische Eruption auf den Kanaren. Die Salinas ganz am Südende der Insel entgingen damals mit Glück den herabfließenden Lavamassen und wurden beidseitig umgangen.

    20120118_IGN_004_L.jpg

    Auf El Hierro wurde nur der letzte Ausbruch von 1793 dokumentiert. Aber erst 2011 gab es nahe La Restinga einen Ausbruch eines Unterwasservulkans. Von vielen Erdbeben begleitet, war das damals ein richtiges Ereignis.
    Lavabomben mit vielen Gaseinschlüssen kamen sogar zunächst bis an die Meeresoberfläche und schwammen eine Weile herum. Viele konnten zu wissenschaftlichen Zwecken mit Netzen eingefangen werden, bevor sich die Poren mit Wasser füllten und die Bomben wieder versanken.

  21. Crazy Horse´s Beitrag erhielt 3 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  22. Nach oben   #19

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  23. Nach oben   #20

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    Letzter Vulkanausbruch auf Gomera

    Hallo Crazy Horse,

    danke für die schönen Bilder.
    Auf dem ersten sieht man im Vordergrund ein Wolfsmilchgewächs - vermutlich die Dunkelpurpurrote Wolfsmilch (Euphorbia atropurpurea). Für mich ist diese wunderschön blühende Art neu: Als Teneriffa-Endemit sucht man sie auf La Gomera (und den übrigen kanariscen Inseln) vergebens.
    Das El Hierro-Bild stammt vermutlich nicht von Dir (?). Wir waren 2004 auf dieser kleinen Insel. Als ich 2011 von dem submarinen Ausbruch erfuhr, wäre ich am liebsten hin gereist, um diesen geologisch so bedeutsamen Augenblick der Entstehung einer neuen Insel (oder Vergrößerung von El Hierro) selbst mitzuerleben. Leider wollte meine Frau (aus natürlich verständlichen Gründen) davon nichts wissen.

    mfg Ulrich

  24. Nach oben   #21

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    Ein sehr interessanter Thread hier! Auch für an Vulkanismus interessierte Laien wie mich.

    Zitat Zitat von Crazy Horse Beitrag anzeigen
    1949 brach der Volcán San Juan auf La Palma mit mehreren Kratern in kurzen Abständen aus. In der Ecke zwischen San Nicolás und Todoque bei Puerto Naos erreichten die Lavaströme sogar das Meer. Hier gibt es auch die Tubos (Lavatunnel, die entstanden sind, weil der Basalt außen schneller abkühlte und eine stabile Hülle bildete. Als der Nachschub an Lava plötzlich nachließ, rauschte diese noch schnell hindurch und hinterließ ein Vakuum. Man kann sie durchwandern (Anmeldung) - wir konnten 2016 leider keinen Termin vereinbaren. War da schon einer von Euch drin?
    Wir waren noch nicht in der Höhle, aber das Besucherzentrum hat mittlerweile geöffnet und man kann den Besuch des Lavatunnels vorbestellen.

    Zitat Zitat von Crazy Horse Beitrag anzeigen
    Auf El Hierro wurde nur der letzte Ausbruch von 1793 dokumentiert.
    Dieser Ausbruch gilt wohl mittlerweile als umstritten. Ich zitiere hier mal Rainer Olzem:

    "Als letzter Vulkanausbruch auf El Hierro wird oft die Eruption des Lomo Negro bei Hoya del Verodal am Ende des Westrifts genannt. Die relativ frisch aussehenden Laven werden einer Eruption von 1793 zugeordnet, der eine Reihe von Erdbeben vorausgegangen war. Jedoch gibt es in den damaligen Augenzeugenberichten keinerlei Hinweise auf eine Eruption oder auf vulkanische Erscheinungen wie Lavafontänen, Lavaflüsse, Explosionen oder Dampfwolken beim Kontakt der Lava mit Meerwasser. Im Laufe der Eruption sind große Mengen Lava ins Meer geflossen und haben eine ausgedehnte Lavaplattform geschaffen. Solche außergewöhnlichen Erscheinungen wären von den Einwohnern und von Fischern auf See mit Sicherheit erkannt worden.

    Die frisch aussehenden Laven scheinen aus einer prähistorischen Eruption zu stammen und sind wohl wegen der Trockenheit dieses Inselteils so gut erhalten. Eine Datierung der Laven liegt nicht vor. Die Bebenserie von 1793 kann mit einem Schwarm Dyke-bildender Intrusionen oder mit einer submarinen Eruption vor der Küste erklärt werden."

    http://www.rainer-olzem.de/259.html

  25. Lee´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  26. Nach oben   #22

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    Hier ein kleiner Vulkanismus-Erlebnisbericht den ich schon einmal im La Palma Forum reingestellt habe:

    Es dreht sich zwar nicht um den Vulkanismus auf den Kanaren, aber wir haben 2018 das erste mal die Auswirkungen eines aktiven Vulkans zu spüren bekommen und es war so ganz anders als wir uns das vorgestellt haben.

    Wir waren im Mai 2018 auf Big Island (der Hauptinsel des Hawaii Archipels) während der dortigen vulkanischen Krise. Und obwohl wir gar keine fließende Lava zu Gesicht bekommen haben, da während unseres Aufenthaltes das Ausbruchsgebiet zur Sperrzone, dass nur noch von den Anwohnern betreten werden durfte, erklärt worden war, hat man den Ausbruch in weiten Teilen dieser sehr großen Insel noch zu spüren bekommen.

    Monate vorher gab es noch in einer unbesiedelten Region einen ständigen Lavafluss der ins Meer mündete und per pedes oder auf einer Bootsfahrt relativ (auch hier gab es aber ein paar Unfälle) ungefährlich hätte besucht werden können. Man hätte ganz nah ran gekonnt, da es sehr zähflüssige Lava war. Solch direktes Erleben von aktivem Vulkanismus hätte uns natürlich sehr gereizt, aber es sollte anders kommen...

    Dann kam dieser Lavafluss recht plötzlich zum Erliegen...und kurz vor unserem Urlaub traten dann plötzlich Schwarmbeben auf und im Osten der Insel ereigneten sich mehrere Spalteneruptionen....da wurden wir natürlich sofort hellhörig.....gut die Spalteneruptionen (weniger Lava....aber Vulkanische Gase als Hauptgefahr) waren noch gut 10 Kilometer von unserer zweiten Unterkunft auf der Insel entfernt, aber die Nachrichten hat man von da an natürlich täglich gecheckt.

    Am Abend vor der Abreise habe ich dann noch einmal kurz vorm Einschlafen die News gecheckt und da kam gerade die Nachricht von einem Beben Stärke 6 rein....da wird einem schon wirklich komisch zumute und man denkt....da soll ich jetzt hin....gut geschlafen habe ich in der Nacht vor der Abreise auf jeden Fall nicht.

    Aber stornieren konnten wir eh nicht mehr, und da die Insel ja viel, viel größer als La Palma (etwa 15x) ist, und unser erstes Basislager zudem auf der dem Vulkanausbruch abgewandten Seite war, haben wir uns selbst etwas beruhigt und gesagt, wird schon.

    Die Anreise hatte dann echt etwas unwirkliches, man wusste überhaupt nicht, was einen erwartet und noch passieren wird.

    Vor Ort haben wir dann erst einmal zu unser Erleichterung festgestellt, dass das Beben keine nennenswerten Zerstörungen hinterlassen hatte. An der Westküste war die "einzige" spürbare Auswirkung vom Vulkanausbruch dann das an manchen Tagen je nach Windrichtung mehr oder weniger viel VOG (vulkanischer Nebel) die Sicht trübte, optisch einem starken Calima nicht unähnlich. An manchen Tagen schien die Sonne von einem wolkenlosen Himmel und trotzdem war kaum himmelsblau auszumachen. Zudem hatte man öfter das Gefühl, dass man direkt neben einem großen Stau und in dichtem Smog wandern würde....echt unangenehm! Nur im Norden der Insel hat man gar nichts davon mitbekommen und konnte ohne Beeinträchtigungen urlauben. Für die Bewohner der Westküste, die den VOG zwar kennen, da er hier leider in den letzten Jahren öfter, aber zumeist in eher abgemilderter Form immer mal wieder auftritt wenn der Vulkan ausgast, muss das ganze aber eine sehr belastende Situation gewesen sein....Leben inmitten einer vulkanischen Emissionswolke!

    In der zweiten Hälfte des Inselbesuchs stand dann unser Wechsel auf die Ostseite an wo unsere Unterkunft genau am Rand des Puna Districts, etwa 10 Kilometer entfernt von den Spalteneruptionen, gelegen war. Wir hatten ein mulmiges Gefühl, aber die Infos die wir eingeholt hatten, besagten dass es dort sicher sei. Im Puna District selbst war die Lage allerdings kritisch, dort wurden so einige Häuser von der Lava verschluckt und die giftigen Dämpfe waren eine ständige Gefahr für die Bevölkerung. Zudem taten sich ohne Vorwarnung immer mehr Spalten auf aus denen Lava floss.

    Ein, zwei Tage nachdem wir in unserer traumhaften, fast direkt am Meer gelegenen Unterkunft angekommen waren, wurde dann nur ein paar Hundert Meter entfernt von uns eine neue Straßensperre errichtet....jetzt begann die Sperrzone schon in unserer Straße.....ein echt mulmiges Gefühl! Glücklicherweise wohnten wir aber in dieser Inselecke im direkten Einflussbereich des Nordostpassats, der auch zumeist blies. In Momenten der Windstille begann man sich zwar Unwohl zu fühlen, aber laut Webseite des Katastrophenschutzes galt dieser Standort als sicher.

    Da viele der reizvollsten Ecken der Insel, wie der benachbarte Puna District und auch der Volcanoes National Park (das Hauptwandergebiet) gesperrt waren, blieben uns nur Ausflüge in das Vulkangebiet zwischen den beiden Schildvulkangiganten (beides 4000er) Mauna Loa und Mauna Kea und in den von tropischer Vegetation überzogenen Nordosten der Insel. Hier trafen wir auch auf "Flüchtlinge" aus dem Puna District, die mit dem Auto hierhin gefahren waren um einfach mal wieder frei durchatmen zu können. Sie berichteten von sehr schlechten Luftwerten und einer teils durch die vulkanischen Dämpfe sterbenden Vegetation im Puna District.

    Es hatte fast etwas unwirkliches diese Augenzeugenberichte von Betroffenen zu hören nachdem man gerade eine Kurzwanderung durch eine Schlucht zu einem schönem Strand und zurück gemacht hatte und dabei überhaupt nichts von dem Drama was sich etwa 50 Kiometer entfernt anspielte, bemerkt zu haben.

    In den nächsten Tagen erlebten wir dann zwei kleinere Beben, die wir spürten. Einmal wackelte die Erde einen kurzen Moment als wir den botanischen Garten besuchten. Das nächste mal war schon etwas stärker. Mitten auf gerader Strecke und guter Fahrbahn fing unser Wagen plötzlich an zu schlingern und ich musste ordentlich gegenlenken um ihn wieder in die Spur zu bekommen.

    In unserem wunderschönen Feriendomizil gingen wir vermehrt mit einem mulmigen Gefühl schlafen, da wir jedes mal bei Windstille einen hintergründigen, leicht schwefeligen, unnormalen Geruch zu vernehmen glaubten.....ob das Einbildung oder Realität war, vermochten wir nicht zu unterscheiden. Als uns dann am vorletzten Tag unseres Big Island Aufenthaltes, als wir gerade von einem Ausflug aus dem Norden zurückkamen, eine Schlange von Autos zu relativ später Stunde entgegenkam, die sich völlig entgegen der normalen Pendlerströme bewegte, beschlich uns ein komisches Gefühl.....an der Abzweigung von der Landstraße zu unserem Basislagerort roch es dann echt unangenehm. In unserer Unterkunft checkten wir dann sofort die neuesten Meldungen des Katastrophenschutzes....die Schwefelgaskonzentrationen hatten sich in einigen Bereichen des Puna Districts noch einmal erhöht und die Bewohner einiger Siedlungen waren zum Verlassen des Gebietes aufgefordert worden.....daher die Autokarawane.

    Der Bereich in den wir wohnten, wurde zwar nach wie vor nicht zur Evakuierung aufgefordert, aber an Schlaf wäre nicht zu denken gewesen, deshalb buchten wir sofort ein Hotel in Hilo, dem in sicherer Entfernung gelegenen Hauptortes der Ostküste, und packten unsere Sachen.

    Als wir dann Big Island am übernächsten Tag mit dem Flugzeug verließen, schaute ich kurz nach dem Start über den Gang des Flugzeugs hinaus durch die gegenüberliegende Fensterseite und meinte eine gewaltige, beeindruckende Wolke über der Insel aufsteigen zu sehen....kurz darauf las ich dann, das es eine Eruption im Kilauea Krater gegeben habe....zum Glück aber nicht die befürchtete, wirklich verheerende Lava/Gas/Wasser-Explosion, die die Vulkanologen zuvor als worst case szenario bezeichnet hatten.

    Die Spalteneruptionen gingen intensiviert leider noch eine ganze Weile weiter und verschlungen noch einige Häuser, Felder, Plantagen, und einige der traumhaftesten Buchten und Schnorchelplätze des Archipels. Die Luftqualität wurde währenddessen in immer weiteren Teilen der Ostküste immer bedenklicher und ich weiß von Leuten die deshalb dauerhaft die Insel verlassen haben. Und auch die Touristenzahlen gingen spürbar zurück.

    Mittlerweile sind die Ausbrüche schon lange zum Erliegen gekommen.

    Wir waren einfach nur froh, die Insel in Richtung Kauai verlassen zu haben; und traurig, dass wir viele der Orte, die wir besuchen wollten gar nicht hatten sehen können,.....und dass es so manchen nicht einmal mehr gibt!

    Seit diesen Tagen auf Big Island bin ich deutlich skeptischer was das gewünschte Erleben eines Vulkanausbruchs auf La Palma betrifft. Der Teneguia Ausbruch, der durch seine Intensität und geografische Lage ein recht lokal begrenztes Ereignis gewesen sein muß, mag ein positives Beispiel sein, was selbst den Tourismus positiv beeinflusste.....aber geht man nur ein paar Jahrzehnte zurück zur San Juan Eruption.....da dürfte der Spaß Faktor schon deutlich niedriger ausgefallen sein um es vorsichtig auszudrücken.

    Und wenn man beim Aufstieg zum Bejenado über den riesigen Lavastrom, der sich von der Cumbre Vieja in Richtung El Paso zieht, blickt, und sich verdeutlicht, was solch Ausbruch im dicht besiedelten Aridanetal heutzutage bedeuten würde.....

  27. Lee´s Beitrag erhielt 2 mal Dank und/oder Zustimmung von:


  28. Nach oben   #23
    Avatar von Fritzlore
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    Puh! Da wird einem ja schon vom Lesen mulmig! Nein, das möchte ich nicht erleben.

  29. Nach oben   #24

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    Vor 50 Jahren durfte man noch ohne Führer auf den Stromboli steigen und dort am Kraterand eine Nacht verbringen. Da flogen einem zwar gelegentlich kleine "Bomben" von Kinderfaustgröße auf den Kopf ... es war aber dennoch ein unvergessliches Ereignis (Die Lavastücke waren derart stark mit Gas gefüllt, dass es (vom Gewicht her) kein Problem war. Nur heiß waren sie noch. (Aber für ein solches Erlebnis kann man schon einmal ein paar verschmorte Haare in Kauf nehmen ).

  30. Nach oben   #25

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    Ja, eine Nacht am Stromboli muss ein echtes Erlebnis sein! Obwohl sich der Vulkan in der letzten Zeit ja wohl auch eher von seiner gefährlichen Seite gezeigt hat und der Aufstieg gesperrt war.

  31. Nach oben   #26

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    Lee, das ist ein spannender Erlebnisbericht von Big Island!
    Als ich ihn las, dachte ich bei mir:"wären wir geflogen?"
    Auf dem Stromboli hätte ich gewiss nicht übernachtet...

  32. Nach oben   #27

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    Hallo Ulrich,

    die Cuevas Blancas sind ein Gebiet mit hellen Gesteinen wie z. B. am Roque Imada (Trachyt). Als feinkörnige Asche kann Trachyt dann schneeweiß aussehen. Vulkanisch entstandenen Kalk (Sinterkalk o.ä.) findet man tatsächlich auf dem Wanderweg zwischen Arure und La Merica. Dort ist teilweise, vor allem an der Westflanke der Hochebene, alles weiß. Auch einen alten Kalkofen gibt es dort, weil da tatsächlich mal Kalk gebrannt wurde.
    Eine Besonderheit auf der gleichen Wanderung sind Las Pelotillas (Schneebälle?), ein Stück vor dem Aufstieg zur Hochebene La Merica.
    Submarin entstandene Kalke: Du meist Sedimente, die später durch Vulkanotektonik gehoben wurden? Gibt es auf La Gomera meines Wissens nach nicht. Die einzigen Gebiete mit Meeressedimenten liegen an der Puntallana und in den Bergen östlich von der Playa Argamul (vermutlich schwer zugänglich).

    IMG_2652.JPG
    Kalk-Schneebällchen ("Las Pelotillas") in Lapillituff am Weg Arure-La Merica

    IMG_8765.JPG
    Alter Kalkofen, Hochebene La Merica, Westflanke

    @Lee: beeindruckender und ausführlicher Bericht! Ja, mit Vulkanismus ist nicht zu spaßen. Daher können wir froh sein, dass es auf La Gomera so ruhig zugeht. Die Erosion hat hier seit dem letzten Ausbruch ganze Arbeit geleistet, und von den jungen vulkanischen Formen (Tuffkegel, Lavatunnel) ist fast nichts mehr erhalten. Dafür findet man auf La Gomera tief erodierte Formen, die auf den anderen Inseln wiederum nicht in vergleichbarer Weise aufgeschlossen sind.

  33. Nach oben   #28

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    Zitat Zitat von bine Beitrag anzeigen
    Lee, das ist ein spannender Erlebnisbericht von Big Island!
    Als ich ihn las, dachte ich bei mir:"wären wir geflogen?"
    Wir hatten den kompletten Urlaub auf Big Island und Kauai schon einzeln gebucht und hätten nur noch Teile stornieren können, insofern kam ein canceln des Urlaubs nicht wirklich Infrage für uns. Und auch ein komplett umbuchen auf Kauai wäre kaum noch, und nur noch für sehr viel Geld möglich gewesen. Etwas beruhigt hat uns im Vorfeld die immense Größe der Insel, und auf der Insel selbst das größtenteils recht gelassene Umgehen (so weit das möglich war) der Hawaiianer mit der Situation.

    Aber richtiger Urlaub war der Inselaufenthalt natürlich nicht mehr. Hätten wir noch auf eine andere Insel des Archipels umbuchen können, hätten wir das sicherlich getan.

  34. Nach oben   #29

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    Hallo Lee,

    wenn man so etwas heil überstanden hat, wird man es sicher nicht mehr vergessen. Man sieht daran wieder einmal, welche Kräfte auf dieser Erde herrschen, die wir Menschen in keiner Weise beeinflussen können. Kein Grund also für unsere anthropozentrische Überheblichkeit ... wir herrschen nicht, sondern wir werden beherrscht!

    mfg Ulrich

  35. Nach oben   #30

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    Hallo Karlov,

    dass Sinterkalke abbauwürdige Mächtigkeiten erreichen können, habe ich erstmals auf La Gomera realisiert (dort wo ich die kalkliebenden Flechten gefunden habe, betrug die Auflage höchstens ein paar Millimeter ... aber vermutlich hat man auf La Merica auch alles weggekratzt, was man erreichen konnte. Verständlich bei dem Kalkmangel auf der Insel).
    Gut, dass Du die Petrographie der Cuevas Blancas erläutert hast ... nun weiß ich, dass ich mir diesen mühsamen Weg sparen kann
    An der Küste bei Arguamul bin ich früher auch schon mal auf den großen Steinbrocken auf der Suche nach Flechten herum geklettert. Da habe ich nichts Karbonatisches entdeckt (dafür aber einen Neufund für La Gomera). Falls es dort also marine Sedimente geben sollte, waren sie nicht kalkhaltig. Nochmal dort herumzukraxeln ginge nur im nächsten Leben; das ist nichts mehr für einen fast Achtzigjährigen!

    mfg Ulrich

  36. Nach oben   #31
    Avatar von Fritzlore
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    Danke für Eure Erklärungen und Infos, das ist sehr interessant alles.

    Ich kann die vielen geologischen Formationen, die es hier gibt nicht benennen, dazu fehlt mir das Fachwissen, aber ich finde sie immer wunderschön. Besonders die Vulkanbomben - ich nenne sie immer scherzhaft "Dinoeier" - an der ermita de Coromoto in Vallehermoso haben es mir angetan.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  37. Nach oben   #32

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    Hallo Fritzlore,

    auf Deinem ersten (linken) Bild erkenne ich unzweifelhaft das fossile Nest eines Minisauropoden!!!

    mfg Ulrich

  38. Nach oben   #33

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    Hallo Fritzlore, uns geht es genauso.
    Aber uns begeistern die vielfältigen Formen und unglaublichen Farben!
    Wir waren dort oben das letzte Mal 2004-es wird also mal wieder Zeit...

    Die Piste wurde ja für den 13.Dezember (letzte Fiesta des Jahres) nochmal "geschoben" wegen der vielen Besucher,
    die zur Eremita de Santa Clara an diesem Tag fahren. Das macht Hoffnung.

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